Allein am letzten Wochenende waren islamistische Aktivisten in acht Schweizer Städten unterwegs. Bilder, die gemäss der Zeitung dem «Sonntagsblick» vorliegen, zeigen ausserdem: Führende Vertreter von «Lies!» sowie des neuen salafistischen Netzwerks «We love Muhammad» besuchen regelmässig ihre Brüder in der Schweiz und bauen ein salafistisches Netzwerk auf.

Doch im Unterschied zu Deutschland gibt es in der Schweiz keine Möglichkeit, solche Gruppen zu verbieten. Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) beobachtet die Szene lediglich. Fallen ihm Personen auf, werden sie der Bundesanwaltschaft (BA) gemeldet. Liegen strafbare Handlungen vor, eröffnet diese ein Verfahren.

Zurzeit führt die BA rund 70 solcher Strafverfahren, wie Sprecherin Ladina Gapp gegenüber dem «Sonntagsblick» sagt. «Mehrere Strafverfahren führen wir gegen Personen, die in Verbindung mit dem ‹Lies!›-Projekt stehen oder standen.» Man kooperiere dafür mit den deutschen Strafverfolgern.