Lieni Füglistaller

Lieni Füglistaller ist der «einflussreichste» Aargauer SVP-Parlamentarier

Viele Parlamentarier erwarten die Ergebnisse jeweils mit Spannung, andere mit Desinteresse. Doch das aktuelle Parlamentarier-Rating der «SonntagsZeitung» bringt Interessantes an den Tag– auch für die Aargauer National- und Ständeräte.

Michael Spillmann

So figuriert Nationalrat Lieni Füglistaller auf Platz 72 und ist damit gemäss «Erhebung» der einflussreichste Aargauer SVP-Politiker in den eidgenössischen Räten. «Ausserordentlich gefreut» über das Resultat habe er sich, so Füglistaller.

Das Ergebnis zeige, dass er seine «Arbeit gut mache». sagt er, der jüngst zur Kenntnis nehmen musste, dass seine eigene Bezirkspartei fordert, ihn wegen Vorwürfen im Zusammenhang mit geschäftlichen Ungereimtheiten nicht mehr für die Nationalratswahlen zu nominieren.

«Rangliste ist eine Genugtuung»

«Diese Liste interessiert die Parlamentarier. Wenn alle gleich beurteilt wurden, dann ist das Rating objektiv», ist der Nationalrat überzeugt. Das Abschneiden im Rating sei für ihn umso mehr eine Genugtuung. Den Entscheid seiner Bezirkspartei gegen ihn bezeichnete er als «Mobbing».

Im Politiker-Ranking weit hinten (Platz 196) landete Füglistallers Parteikollege und Transportunternehmer Ueli Giezendanner. Er habe die Liste noch nicht gesehen, meint er auf Anfrage. Als ihm sein Ergebnis mitgeteilt wird, muss er lachen. «Das nehme ich nicht ernst.

Die Platzierung ist eine Abrechnung», mutmasst der Ständeratskandidat. Was auffällt: Giezendanner schnitt insbesondere in der Kategorie «Voten» schlecht ab. Er gehe nun mal nicht nach «vorne», um zu jedem «Käse» etwas zu sagen, erklärt Giezendanner dazu. Zur Rangierung von Füglistaller meint er wie aus der Pistole geschossen: «Das ist sensationell! Ich gratuliere von ganzem Herzen.»

FDP-Müller ist Spitzenreiter

An erster Stelle bei den «Aargauern» steht FDP-Nationalrat Philipp Müller. Er hat sich seit vergangenem Jahr um einen Platz auf Rang 8 verbessert. Müller nimmt die Liste ernst und hat sich «sehr gefreut». Da er keine Verwaltungsratsmandate annehme, sei sein schlechtes Abschneiden in der Sparte «Beziehungen» nicht überraschend.

Mehr Mühe macht ihm die Kategorie «Voten», da dort die Fraktionsvoten «viel stärker» gewichtet wurden, als jene der Kommission.

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