Die beiden Abkommen Nummer elf und zwölf mit Belgien sowie dem Antillenstaat Antigua und Barbuda wurden vorerst paraphiert. Die Verträge über die erweiterte Amtshilfe beim Informationsaustasuch in Steuersachen nach dem OECD-Musterabkommen sollen ab dem Steuerjahr 2010 gelten, wie die Kommunikationsstelle der Regierung in Vaduz mitteilte.

Informationen auf begründete Anfrage werden nicht nur bei Steuerbetrug, sondern auch bei Steuerhinterziehung erteilt. Laut dem Liechtensteiner Regierungschef Klaus Tschütscher sollen die Abkommen so bald wie möglich unterzeichnet werden, damit das Fürstentum von der grauen OECD-Liste der so genannten unkooperativen Steueroasen gestrichen wird.

Liechtenstein will die internationale Zusammenarbeit in Steuerfragen auch nach der Streichung von der grauen OECD-Liste weiterführen. Gespräche und Verhandlungen sind im Gang mit Italien, den Niederlanden, Australien und den nordischen Ländern. Zudem will die Regierung mit EU-Mitgliedstaaten Verhandlungen den Abschluss von Doppelbesteuerungsabkommen aufnehmen.

Die Schweiz hat die OECD Ende September von der grauen Liste genommen und auf die weisse gesetzt. Dafür mussten zwölf Doppelbesteuerungsabkommen auf der Basis des OECD-Musterabkommens abgeschlossen werden.