Das berichtete die Fernseh-Sendung «Rundschau». Als Exporteur trat die Firma FGS Frex in Oberägeri auf. Die Patronen waren zunächst offiziell nach Katar exportiert worden. Das geht aus der Beschriftung der in Libyen gefundenen Munitionskisten hervor.

Die Firma FGS Frex bestätigt das Waffengeschäft mit Katar. «Ich habe die Ruag dort eingeführt und die Kataris wollten es über uns machen, weil sie mich kannten und die Ruag in Katar noch relativ unbekannt war», sagte Geschäftsführer Wolfhart Fritze gegenüber der «Rundschau».

Ausfuhr von Seco bewilligt

Die Ausfuhr der Munition nach Katar war 2009 vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) bewilligt worden. Katar hatte sich allerdings dazu verpflichtet, die Munition nicht weiter zu geben.

Der mögliche Verstoss gegen die Nichtwiederausfuhr-Erklärung durch Katar wird nun von den Schweizer Behörden untersucht. Bis der Sachverhalt geklärt sei, würden keine neuen Bewilligungen für die Ausfuhr von Kriegsmaterial nach Katar erteilt, lässt das Seco verlauten.