Libyen
Libyen: Hätte Merz unser Held werden können?

Im August 09 wollte Bundesrat Merz mit einem Blitzbesuch in Tripolis die beiden Schweizer Geiseln Max Göldi und Rachid Hamdani befreien. Die Mission misslang bekanntlich. Nun wurde bekannt, dass Merz angeblich damals nur um Haaresbreite am Erfolg vorbeischrammte.

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Radio 1 berichtete, dass beim Blitzbesuch von Bundesrat Hans-Rudolf Merz nicht viel gefehlt hatte und die beiden Schweizer Geiseln Göldi und Hamdani hätten heimkehren können. Angeblich befanden sich die beiden Schweizer bereits am Flughafen.

Die Libyer stoppten aber die Freilassung, da ihnen die Entschuldigung von Bundesrat Merz nicht genügte. Sie hatten eine Entschuldigung des Gesamtbundesrates gefordert.

Radio 1 beruft sich als Quelle auf den israelischen Journalisten Shraga Elam, welcher in Zürich lebt.

Am Donnerstag attackierte Hannibal Gaddafi, Sohn von Muammar Gaddafi, Bundesrätin Micheline Calmy-Rey. Zur Nachrichtenagentur AFP sagte er: «Ich rate ihr, zurückzutreten und aus der Politik auszusteigen.» Und setzte dann noch einen oben drauf: Den Schweizerinnen und Schweizern riet er Calmy-Rey in den Genfersee zu werfen.

(skh)