Schweiz
Levrat muss wahrscheinlich länger im Amt bleiben – der SP-Parteitag steht wegen dem Corona-Virus auf der Kippe

Die SP denkt über eine Verschiebung des Parteitags in den Herbst nach. Christian Levrat müsste in diesem Fall länger als geplant Parteipräsident bleiben.

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Seit 2008 ist Levrat Präsident der SP Schweiz.

Seit 2008 ist Levrat Präsident der SP Schweiz.

Keystone

(gb.) Am Wochenende vom 4. und 5. April hätte die SP Schweiz ihren Parteitag in Basel abgehalten und dabei das Präsidium neu besetzen wollen. Diesen Plänen macht das Corona-Virus voraussichtlich einen Strich durch die Rechnung. Laut dem «Blick» haben sich 1200 Personen angemeldet. Zusammen mit den Medienschaffenden und den Mitarbeitern der SP hätte die Versammlung die aktuellen Vorgaben des Bundes zu Grossveranstaltungen bei weitem überschritten. Die Durchführung des Parteitags hängt nun davon ab, ob der Bundesrat das Verbot von Veranstaltungen von über 1000 Personen nächste Woche verlängert oder aufhebt.

Nicolas Haesler, Mediensprecher der SP, bestätigt entsprechende Recherchen des «Blick». Bei einer Absage des Parteitags stehe ganz klar eine Verschiebung auf einen späteren Zeitpunkt im Vordergrund, sagt Haesler. «Eine Besetzung des Postens ad interim durch die Vizepräsidenten steht nicht zur Diskussion», so Haesler. Auch die Briefwahl schliesst er aus.

Am Parteitag hätte die SP ausserdem die Parolen für die Abstimmungen vom 17. Mai gefasst. Bei einer Absage des Parteitages müsse die Geschäftsleitung der SP diese Entscheide fassen, so Haesler.