2035 könnte die Schweiz zehn Millionen Einwohnerinnen und Einwohner haben - eine Herausforderung für Verkehrsinfrastrukturen, Siedlungsplanung, Landschaft. "Technisch sind wir darauf vorbereitet", sagte Leuthard. Schienen könnten verlegt, Strassen gebaut werden. "Aber wissen wir, wie wir die Zukunft gestalten wollen?"

Für Leuthard braucht es diese Perspektive zwingend. Die Antwort aber "sollen jene geben, die die Schweiz von morgen bewohnen werden: die Jungen". Um zu erfahren, wie die Schweiz in 20 Jahren aussieht, welche Werte und Ziele sie verfolgt, was das Land auszeichnet, hat die Bundesrätin den Ideenwettbewerb "morgen? Die Schweiz" lanciert.

Eingeladen sind fünf Fachhochschulen aus drei Landesteilen: Die Hochschule für Gestaltung und Kunst (HGK) Basel, die Hochschule für Technik Rapperswil (HSR), die Hochschule Luzern (HSLU), die Haute école de paysage, d'ingénierie et d'architecture de Genève (hepia) und die Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana (SUPSI).

Die Fokussierung auf Fachhochschulen soll laut Leuthard sicherstellen, dass Berufsbildung und die Praktiker angemessen vertreten sind. Die teilnehmenden Teams haben bis am 15. September Zeit, ihre Beiträge einzureichen. Diese werden anschliessend von einer Jury unter dem Vorsitz von Leuthard bewertet und im November der Öffentlichkeit präsentiert.