Stromversorgung

Leuenberger möchte Ökostrom mit höherem Zuschlag fördern

Alternative Stromproduktion lohnt sich

Alternative Stromproduktion lohnt sich

Bundesrat Moritz Leuenberger möchte die Stromproduktion aus Wasser, Biomasse, Erdwärme und Wind ohne Limit finanziell unterstützen. Die Sonnenenergie möchte er ebenfalls stärker fördern, aber vorerst nur dosiert, wie er in einem Zeitungs-Interview erklärte.

Das Geld für die kostendeckende Einspeisevergütung zur Förderung von Ökostrom ist bereits aufgebraucht. Wie es nun weiter gehen solle, fragten "Tages-Anzeiger" und "Bund" den Energieminister.

"Die radikalste Lösung wäre, den heutigen Kostendeckel ganz wegzunehmen", antwortete Leuenberger in dem Interview. "Das wäre zwar elegant und würde viel Bürokratie einsparen. Aber es verteuert den Strom."

Er sähe es darum am liebsten, den Deckel zwar grundsätzlich wegzunehmen, das Volumen der Fotovoltaik aber nach wie vor zu kontrollieren, zum Beispiel durch jährliche Kontingente, sagte Leuenberger.

Denn die Sonnenenergie sei heute noch die teuerste der erneuerbaren Energien. "Wir sollten sie also dosiert fördern." In einigen Jahren sei sie dann günstiger und könne ihre Potenziale voll entfalten.

Auf die Frage, was sein Vorschlag für den Strompreis bedeuten würde, antwortete Leuenberger, heute betrage die Förderung maximal 0,6 Rappen pro Kilowattstunde. Bei einer Lockerung aller anderen Technologien mit Kontingentierung der Fotovoltaik wären es maximal 1,2 Rappen. "Das würde sich innert 5 bis 8 Jahren so einpendeln."

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