Kreisschule Buchs-Rohr
Leise Kritik gab es nur aus Buchs

Die Rechte und Pflichten der Gemeinde Rohr in der Kreissschule Buchs-Rohr nimmt künftig Aarau wahr. Deshalb mussten die Satzungen angepasst werden. Der Kreisschulrat hat sie klar genehmigt.

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Leiter Kreisschule

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Aargauer Zeitung

Heinz Bürki

Per 1. Januar 2010 fusioniert der Kreisschulpartner Rohr mit der Stadt Aarau. Darum war eine Anpassung der Satzungen für eine Übergangsfrist von vier Jahren nötig, da Aarau die Rechte und Pflichten von Rohr übernimmt (AZ vom 15. Mai). Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern von Aarau, Buchs und Rohr hat diese Änderungen ausgehandelt.

Kritik übten Ueli Kohler und Christian Seitz (FDP Buchs). Auch für die Übergangsfrist brauche es eine demokratische Ausgewogenheit, warf Kohler ein. Diese sei nicht gegeben. Buchs werde bei Investitionen stärker zur Kasse gebeten. Es könne von Aarau auch überstimmt werden.

Seitz verlangte eine Überarbeitung im Sinne eines gerechten Stimm- und Zahlungsproporzes. Kreisschulpflegepräsident Ueli Frey (Buchs) stellte klar, für Investitionen brauche es ein Ja von Aarau und Buchs. Wenn eine Gemeinde nicht zustimme, könne kein Geld ausgegeben werden.

Mit einem mulmigen Gefühl

Gemeinderätin Barbara Keusch (Buchs) und Gemeindeammann Regina Jäggi (Rohr) warben für Zustimmung. Sie wurden unterstützt von Sonja Füllemann (FDP Buchs), wenn auch «mit mulmigem Gefühl», und von Kurt Kloter (EVP Buchs). Barbara Keusch bekundete Vertrauen in die Stadt Aarau, welche nur die finanziellen Beiträge von Rohr übernehmen müsse. Mit 11 gegen 2 bei einer Enthaltung stimmte der von Willi Weiersmüller (SVP Rohr) präsidierte Rat den Änderungen zu.

Rechnung schliesst positiv

Die Rechnung 2008 weist einen Nettoaufwand von 6,324 Mio. (Budget 6,336 Mio.) aus und schliesst um 12 000 Franken besser ab als veranschlagt. Thomas Merkofer, Bereichsleiter Administration, erläuterte detailliert die Abweichungen. Bei den Betriebskosten gab es einen Mehraufwand von 75 700, bei den Lehrerbesoldungen einen Minderaufwand von 87 900 Franken. Einstimmig wurden Rechnung und Rechenschaftsbericht genehmigt und verdankt.

Neues Licht für die Sporthalle

Vom gesprochenen Kredit von 995 000 Franken für die Sanierung der Sporthalle Suhrenmatte werden 100 000 Franken nicht gebraucht. Nach den Ausführungen von Schulpfleger Jules Fricker entschied der Rat mit 13 Ja und 1 Enthaltung, für dieses Geld die Hallenbeleuchtung zu ersetzen.

Welche Art von Leuchtkörpern (konventionelle oder LED) eingesetzt werden sollen, wird noch geklärt. Weiter bewilligte der Rat 30 000 Franken für die Sanierung der Dachrinnen und Fugen, damit die Leckstellen eliminiert werden können. Eine gesamte Dachsanierung soll zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.