Lehrerzimmer
Lehrerzimmer wird zu Klassenzimmer

Das Schulhaus Steinmatt in Oberbuchsiten braucht wegen den Reformen mehr Platz. Dabei wird etwa ein Lehrerzimmer zur Bibliothek und zu einem Halbklassenzimmer umfunktioniert. Geprüft wird ebenfalls, ob an zwei Schulstandorten weiter festgehalten werden soll.

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Schulhaus Steinmatt

Schulhaus Steinmatt

Hansruedi Aeschbacher

Markus Nünlist

Oberbuchsitens Gemeindepräsident Daniel Lederer konnte zur Budgetgemeindeversammlung 47 Stimmbürger begrüssen. Als erstes hatten die Anwesenden über zwei grössere Posten aus dem Investitionsprogramm 2010 zu befinden. Infolge der Reformen im Schulwesen wird im Schulhaus Steinmatt der Schulraum knapp.

Aus diesem Grund sollen kurzfristig zwei Sofortmassnahmen ergriffen werden: Die bisherige Schulbibliothek wird umfunktioniert in ein multifunktionales Klassenzimmer für Medien- und Musikunterricht, Heilpädagogik und anderes. Ferner soll das Lehrerzimmer in zwei Räume eingeteilt werden, sodass der hintere Teil neu die Bibliothek beinhaltet und gleichzeitig für Halbklassenunterricht geeignet ist.

Ohne Wortbegehren und Gegenstimme genehmigte die Versammlung die beantragten 250 000 Franken. Es wird ausserdem geprüft, ob am bisherigen System mit zwei Standorten in Oberdorf und Steinmatt festgehalten werden soll.

Trefferanzeigen werden ersetzt

Das zweite Kreditbegehren belief sich auf 150 000 Franken und betraf die Schiessanlage der Feldschützen. Gemäss kantonaler Verordnung über das ausserdienstliche Schiesswesen sind die Gemeinden verpflichtet, für sämtliche zweckdienliche Einrichtungen von 300-m-Schiessanlagen sowie deren Unterhalt und Erneuerung aufzukommen.

Vor diesem Hintergrund beantragte der Gemeinderat dem Souverän, die zehn elektronischen Trefferanzeigen der Schiessanlage zu ersetzen. Diese stammen aus den Jahren 1991 und 1992. Sie werden sowohl von Feld- wie auch Militärschützen benützt. Die Anwesenden winkten diese Vorlage ebenfalls oppositionslos durch.

Das komplette Investitionsprogramm 2010 schliesst bei Aufwendungen von 1,49 Mio. Franken mit Nettoinvestitionen von 524 000 Franken und wurde einstimmig bewilligt. Wie gewohnt übernahm Finanzverwalter Robert Nützi die Präsentation des Voranschlages. Bei einem Aufwand von 8,12 Mio. Franken schliesst die Laufende Rechnung mit einem Minus von 427 400 Franken.

Elektrizitätsversorgung mit Gewinn

Diese Berechnung basiert auf dem unveränderten Steuersatz von 109 Prozent. Nicht unerwartet ist mit Steuerausfällen bei den juristischen Personen zu rechnen. Mehraufwendungen von rund 80 000 Franken gibt es im Sozialbereich sowie mit gut 60 000 Franken bei der Abwasserbeseitigung. Letzteres hat mit der dritten Ausbauetappe der ARA Gunzgen zu tun. Ohne Wortmeldung und wiederum einstimmig hiess die Gemeindeversammlung auch dieses Geschäft mühelos gut.

Seit bald einem Jahr ist die eigenständige Elektrizitätsversorgung Oberbuchsiten (EVO) aktiv, welche aus der vormaligen Elektra-Kommission hervorging. Trotzdem brachte Gemeindepräsident Daniel Lederer den Anwesenden das Budget 2010 der EVO zur Kenntnis. Dieses sieht bei einem Ertrag aus dem Energiegeschäft von 1,38 Mio. Franken einen Bruttogewinn von 585 500 Franken und einen Reingewinn von 132 600 Franken vor. Ziel des Verwaltungsrates ist es, in den kommenden Jahren eine gesunde

Eigenkapitalbasis aufzubauen und eine Neuverschuldung zu vermeiden. Für das kommende Jahr sind Nettoinvestitionenen von 287 000 Franken geplant.

Zum Schluss war zu erfahren, dass der Baubeginn für die Überbauung Zentrum, das brache Areal der niedergebrannten Rudolfscheune, im Februar 2010 sei.