Schulleistungstests

Lehrer wehren sich gegen Benotung von Schulen

Die Lehrer wollen keine Rangierung ihrer Schulen (Archiv)

Die Lehrer wollen keine Rangierung ihrer Schulen (Archiv)

Lehrerverbände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wehren sich gegen Schulrankings. Diese führten bloss zu einem sinnlosen Wettbewerb, heisst es in einer «Zürcher Erklärung zu Schulleistungstests».

In den drei Ländern werden zurzeit obligatorische Schulleistungstest geplant oder bereits durchgeführt. Offiziell würden sie als Tests zur individuellen Förderung und für die schulinterne Qualitätsentwicklung angepriesen, heisst es in der Erklärung.

In Wirklichkeit führten die Test wohl aber zu einem Schulranking, wenn nicht gar zu einem Klassenranking. Dies sei auf jeden Fall zu verhindern, würden doch Schulen in sozial benachteiligten Landesgegenden und Stadtteilen mit solchen Ranglisten öffentlich abgestraft und demotiviert.

Die Leistungstests seien oft erst am Ende einer Leistungsperiode oder Schulstufe angesetzt. Einen Nutzen für die offiziell propagierte individuelle Förderung entstehe dadurch nicht, heisst es in der gemeinsamen Erklärung des deutschen Verbandes Bildung Erziehung (VBE), der österreichischen Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) und des Dachverbandes Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH).

Tests ohne Ranking

Die drei Verbände fordern, Leistungstests in Schulen mittels Stichproben und unterschiedlichen Zeitpunkten so einzusetzen, dass Schulrankings nicht möglich sind. Tests für einzelne Schülerinnen und Schüler hätten ausschliesslich der individuellen Förderung zu dienen.

Die Lehrerinnen und Lehrer brauchten die nötigen Instrumente und Rahmenbedingungen zur individuellen Förderung und keine Rankings, schreiben die Verbände. Die "Zürcher Erklärung" gegen obligatorische, flächendeckende Schultests kam bei einem Treffen der Führungsleute der drei Verbände Mitte Dezember 2011 zustande.

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