Die Burgdorfer Behörden machten den Fall am Freitag publik. Sie versicherten, der Unterricht an der betroffenen Primarschule laufe dank einer Stellvertretung normal weiter. Die Stadtregierung habe auch die Leitung der Kadetten bereits neu geregelt.

Die Staatsanwaltschaft hatte die Behörden in den Herbstferien über das laufende Verfahren informiert. Was genau dem Klassenlehrer an der Mittelstufe (3./4. Klasse) vorgeworfen wird, ist nicht bekannt.

In Sachen Kinderpornos gelte aber für Lehrpersonen eine "Nulltoleranz", betonte der Präsident der Burgdorfer Volksschulkommission. Der Lehrer, der rund 20 Jahre in Burgdorf unterrichtete, habe die Kündigung akzeptiert.

Der Kanton Bern ist über den Fall im Bild. Die Erziehungsdirektion gab einem Antrag Burgdorfs auf Einstellung im Amt statt. Diese Massnahme ist laut Erziehungsdirektion dann möglich, "wenn das Wohl der Schule es verlangt, insbesondere wenn eine Gefährdung von Schülerinnen und Schülern zu befürchten ist".

Je nach Ausgang des Strafverfahrens werde der Kanton entscheiden, ob der Mann die Unterrichtsberechtigung wieder erhalte oder nicht, sagte Schulinspektor Christoph Joss vor den Medien.