Entwarnung geben konnte Rudolf Schwabe, Direktor von Blutspende SRK Schweiz, am Mittwoch noch nicht. Er zeige sich aber zuversichtlich, dass die dramatische Situation abgewendet werden kann.

"Wir hoffen, dass bis Ende Woche noch viele Leute in die Blutspendezentren kommen", sagte er auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Dann seien die Blutvorräte wahrscheinlich wieder auf einem "akzeptablen Niveau".

Aufruf am Montag

Schwabe hatte am Montag Alarm geschlagen und zum ersten Mal seit fünf Jahren einen Appell an die Bevölkerung gerichtet. Die Vorräte an Blutprodukten waren so weit gesunken, dass beim Blutspendedienst "Phase rot" herrschte: Wahloperationen drohten verschoben werden zu müssen, damit noch genug Blut für Notoperationen vorhanden war.

Ausgelöst worden war der Engpass dadurch, dass verschiedene Spitäler mitten in der ohnehin schwierigen Ferienzeit grosse Mengen an Blutprodukten angefordert hatten. Grund waren laut Schwabe Unfälle und Komplikationen. So hatte etwa ein Patient mit einer seltenen Blutgruppe in einer einzigen Nacht 150 der 600 vorrätigen Blutbeutel benötigt.

Blutspende SRK Schweiz organisiert im Auftrag des Bundes das Blutspendewesen und die Versorgung der medizinischen Einrichtungen mit Blutprodukten.