Nach Angaben der deutschen Bundespolizei floss auf dem Güterbahnhof der DB Methylacetat aus einem Container aus. Es handelt sich dabei um eine leicht entzündliche und ätzende Flüssigkeit. Endeckt hatte das Leck um 12.30 Uhr ein Bahnarbeiter, der Alarm schlug. Mehrere Liter der Chemikalie gelangten ins Erdreich.

Der Container enthielt insgesamt 27 Tonnen Methylacetat. Der austretende Stoff wurde mit einer Wanne aufgefangen und mit Schaum gebunden. Der Rest wurde in einen Ersatzcontainer umgepumpt.

Die Bundespolizei sperrte den Unfallort grossräumig ab. Unter den Dutzenden von Einsatzkräften befand sich auch ein Spezialtrupp der Basler Feuerwehr. Nach Messungen durch einen Messtrupp der Feuerwehr Weil am Rhein konnte für die Bevölkerung Entwarnung gegeben werden.

Ursache noch unbekannt

Über die Ursache der Havarie wurde ein Untersuchung eingeleitet. Ob menschliches Versagen oder technische Gründe zum Zwischenfall führten, war zunächst offen.

Wegen der Havarie blieb die Bahnlinie Basel-Freiburg von 12.42 bis 17.30 Uhr unterbrochen. Es kam zu Verspätungen und Zugausfällen. Die ICE-Reisenden mussten zwischen Basel und Efringen-Kirchen Ersatzbusse und zwischen Efringen-Kirchen und Freiburg Regionalzüge benutzen.