Philippinen

Lebenszeichen von entführtem IKRK-Mitarbeiter Vagni

IKRK-Mitarbeiter Eugenio Vagni

IKRK-Mitarbeiter Eugenio Vagni

Die Familie des IKRK-Mitarbeiters Eugenio Vagni hat ein Lebenszeichen vom auf der südphilippinischen Insel Jolo Entführten erhalten. Er konnte nach Angaben des Komitees des Internationalen Roten Kreuzes (IKRK) am Morgen (Ortszeit) kurz mit der Familie telefonieren.

Das IKRK und die Familie seien nach diesem Anruf aber nicht weniger besorgt um das Schicksal des 62-Jährigen, wurde der IKRK-Operationschef für die Region, Alain Aeschlimann, in einem auf der Website des IKRK publizierten Interview zitiert.

Aeschlimann appellierte erneut an die Entführer, die islamistischen Abu-Sayyaf-Rebellen, Vagni umgehend und bedingungslos freizulassen.

Zuletzt hatte am Donnerstag eine Meldung Angehörige, Freunde und IKRK aufgeschreckt, dass ein Befreiungsversuch der philippinischen Polizei für Vagni gescheitert sei. Bei der Schiesserei kamen nach Polizeiangaben acht Menschen - vier Polizisten und vier Rebellen - ums Leben.

Von Vagni fehlte danach jede Spur. Der 62-Jährige leidet nach philippinischen Angaben an einem Leistenbruch und kann kaum mehr gehen.

Vagni war am 15. Januar auf Jolo im muslimischen Süden der Philippinen entführt worden. Mit ihm waren auch der Aargauer IKRK-Mitarbeiter Andreas Notter und die Philippinerin Mary Jean Lacaba verschleppt worden. Lacaba wurde am 2. April freigelassen, Notter kam sechzehn Tage später auf freien Fuss. Der Aargauer kehrte kurz darauf in die Schweiz zurück.

Im Interview trat Aeschlimann erneut Mediengerüchten entgegen, dass das IKRK Lösegeld oder Geld für Informationen über Vagni geboten habe. Das IKRK habe weder eine Lösegeldforderung erhalten oder Lösegeld bezahlt noch Geld für Informationen geboten.

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