Die SVP und ihre Politiker sind zur Zeit eine beliebte Zielscheibe für Übergriffe. Die jüngste Attacke gegen den Zürcher SVP-Nationalrat, der am vergangenen Freitag auf dem Weg zur Albisgüetlitagung von Linksautonomen angegriffen und verprügelt wurde, ist der vorläufige Höhepunkt einer Reihe von ähnlichen Angriffen auf die Partei.

Seit letztem November wurden zahlreiche Veranstaltungen gestört oder verhindert und die Wohnungen und Häuser der Nationalratsmitglieder Jürg Stahl und Natalie Rickli wurden versprayt. Auch Parteisekretariate wurden besetzt oder zugemauert.

So zum Beispiel das Generalsekretariat in Bern, bei dem in der Nacht zur Ausschaffungsinitiative Scheiben eingeschlagen und Storen beschädigt wurden. Seit Wochen arbeitet der Generalsekretär ohne Tageslicht und die Büros sind mit Brettern verbarrikadiert, wie Sekretär Martin Baltisser gegenüber der Berner Zeitung sagt.

Auch SP litt schon unter Übergriffen

Ein Blick in die Vergangheit zeigt aber: Nicht immer sind SVP-Exponenten das Ziel bei Angriffen. So besprayten Unbekannte Ende Februar 2008 das Haus der damaligen Zürcher Polizeivorsteherin Esther Maurer (SP).

Wenige Tage später wurde in Dietikon das Auto der Frau des Zürcher Justizdirektors Markus Notter (SP) angezündet. Im darauffolgenden Juli besprayten Unbekannte dann das Haus des damaligen Zürcher Stadtpräsidenten Elmar Ledergerber (SP).

Ein Bekennerschreiben im Internet deutete damals darauf hin, dass die Täter aus der linksautonomen Szene stammten, wie nun auch bei der Attacke auf Nationalrat Fehr. (jep)