Bei dem Unfall war eine deutsche Familie mit zwei Mädchen im Alter von acht und zwölf Jahren ums Leben gekommen. Die erwachsenen Todesopfer, eine Frau und ein Mann, waren beide 43-jährig.

Die Familie war mit ihrem Wagen am Ende eines Staus auf der Autobahn A2 bei Quinto in Fahrtrichtung Norden gestanden, als der Mann mit seinem Lastwagen auf das Auto auffuhr und es in einen weiteren Lastwagen vorne in der Schlange schob. Der Wagen wurde so stark zerdrückt, dass er auf Bildern zwischen den beiden Lastwagen kaum zu erkennen war.

"Lieber selber gestorben"

Der Lastwagenlenker war beim Unfall schwer verletzt worden. Der 52-Jährige erschien am Montag im Rollstuhl vor Gericht. Er entschuldigte sich bei den Angehörigen der Opfer, die aus Deutschland zu dem Prozess angereist waren. "Ich wäre bei dem Unfall lieber selber gestorben", sagte er.

Laut einem medizinischen Gutachten litt der Mann unwissentlich an Schlafapnoe. Während eines solchen Anfalls habe er für ein paar Sekunden das Bewusstsein verloren. Das Gericht sprach ihn deshalb frei, wie von der Verteidigung beantragt. Die Staatsanwaltschaft hatte eine bedingte Freiheitsstrafe von 20 Monaten gefordert.