Taschendiebstähle
Langfinger stehen auf schönes Wetter: Bis zu 50 Prozent mehr Taschendiebstähle

Taschendiebe lieben das Wetter genau so, wie es aktuell ist: heiss und schön. Je schöner das Wetter, desto mehr wird geklaut – das zeigt eine Statistik des Versicherungskonzerns AXA. Diebstahl-Spitzenreiter ist der Juli.

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Taschendiebe lieben das Wetter genau so, wie es aktuell ist: heiss und schön.

Taschendiebe lieben das Wetter genau so, wie es aktuell ist: heiss und schön.

AXA Winterthur

Eine Statistik des Versicherungskonzerns AXA Winterthur zeigt: Die Taschendiebstähle steigen mit dem Thermometer. Am meisten geklaut wird im Juli. Zudem geschieht jeder fünfte Taschendiebstahl an einem Samstag, der durchschnittliche Schaden beträgt 1000 Franken. In den warmen Sommermonaten werden bis zu 50% mehr Diebstähle begangen als in den übrigen Monaten, zeigt die Auswertung.

Weiter kann festgestellt werden, dass im trüben und nassen Sommer 2014 rund 30% mehr Taschendiebstähle gemeldet wurden als im Schnitt der übrigen Monate – in den wärmeren Sommern 2015 und 2016 waren es 45% mehr. «Menschen verbringen bei Sonnenschein und warmen Temperaturen deutlich mehr Zeit im Freien als wenn es düster und kalt ist», erklärt Stefan Müller, Leiter Schaden Sachversicherungen bei der AXA Winterthur.

Die Langfinger nutzen die Gelegenheiten aus, die sich bei schönem Wetter vermehrt bieten. Oft sind Badi-Besucher betroffen, die ihre Wertsachen zurücklassen, während sie sich abkühlen. Weitere Gelegenheiten bieten sich an Festivals und Openairs. «Taschendiebe lieben Menschenmengen, weil sie dort eine grosse Auswahl an möglichen Opfern haben und vielfach unbemerkt ihr Unwesen treiben können», erklärt Müller.

Grossanlässe wie die Streetparade laden zum Klauen ein

Besonders viel gestohlen wird denn auch an Grossanlässen. Spitzenreiter ist dabei die Street Parade in Zürich – letztes Jahr gingen bei der AXA Winterthur an diesem Tag fast 200 Diebstahl-Meldungen ein, das sind etwa dreimal so viele wie an einem durchschnittlichen Samstag.

Aber auch Tage anderer grosser Anlässe wie das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Burgdorf oder das Züri Fest scheren in der Diebstahl-Statistik klar oben aus. Besonders viel gestohlen wird am Samstag – jeder fünfte Taschendiebstahl passiert an diesem Wochentag. Der durchschnittliche Schadenbetrag bewegt sich um die 1000 Franken.

Wertsachen gehören nicht in die Aussentaschen

Stefan Müller empfiehlt, gerade im Gedränge besonders gut auf die Wertsachen achtzugeben und von Anfang an nur das Nötigste mitzunehmen. «Verstauen Sie Wertsachen wenn möglich nie in den gut zugänglichen Aussentaschen von Kleidung oder Taschen. Das erschwert den Langfingern die Arbeit.» Rucksäcke und Taschen sollten in Menschenmengen vorne getragen und nicht unbeaufsichtigt abgestellt werden. Beim Schwimmen kann Wertvolles in ein Kästchen eingeschlossen werden - «oder Sie verwenden einen wasserdichten Beutel, um das Wichtigste ins Wasser mitzunehmen», so Müller. (AXA Schweiz/kob)

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