Flughafen Zürich
Kurze Piste: Neues Bremssystem soll Flugzeuge stoppen

Flugzeuge, die am Flughafen Zürich die vergleichsweise kurze Piste 28 überrollen, sollen künftig dank eines speziellen Bremssystems rasch und gefahrlos gestoppt werden. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat den Bau genehmigt.

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Die Flughafen Zürich AG will die Pisten 28 und 32 verlängern, wenn Deutschland den Fluglärm-Staatsvertrag absegnet. Im Zürcher Kantonsrat regt sich Widerstand.Chris Iseli/Archiv

Die Flughafen Zürich AG will die Pisten 28 und 32 verlängern, wenn Deutschland den Fluglärm-Staatsvertrag absegnet. Im Zürcher Kantonsrat regt sich Widerstand.Chris Iseli/Archiv

Chris Iseli/ AZ

Mit dem Bremssystem EMAS (Engineered Materials Arresting System) werden Flugzeuge, die bei einem Startabbruch oder einer Landung die Piste 28 überrollen, in ein Bett aus speziell gefertigten Betonblöcken geleitet. Dieses Bett absorbiert die kinetische Energie und bremst das Flugzeug ab.

Die Piste 28 wird sowohl für Starts in Richtung Westen wie auch für Landungen aus dem Osten genutzt. Am westlichen Pistenende verfügt sie über eine internationalen Normen entsprechende befestigte Fläche von nur 110 Metern. Bei den anderen Pisten des Flughafens Zürich sind es dagegen 240 Meter.

Zur Zeit ist unklar, ob und wann eine Verlängerung der Piste 28 realisiert wird. Der Zürcher Kantonsrat hatte im vergangenen März den Eintrag für mögliche Pistenausbauten am Flughafen aus dem kantonalen Richtplan gekippt.
Bremssystem kostet 15 Millionen Franken

Das letzte Wort hat allerdings der Bundesrat, der den Richtplan erst noch genehmigen muss. Ob er dies tun wird, zeigt sich in den kommenden Monaten. Um die Sicherheit zu erhöhen, setzt das BAZL nun auf das 15 Millionen Franken teure EMAS-Bremssystem.

Das BAZL hat dem Flughafen eine Frist bis Ende Oktober 2016 gesetzt, das Bremssystem zu realisieren. Hält sich der Flughafen an diese Vorgabe, beteiligt sich der Bund mit 4,6 Millionen Franken am Bauvorhaben.