ÖV-Betriebe

Kurzarbeit: Postauto und SBB fechten Entscheide der Berner Behörden an

Die Sitze im Postauto blieben in der Coronakrise oft frei. Entsprechend gross sind die Einnahmeausfälle.

Die Sitze im Postauto blieben in der Coronakrise oft frei. Entsprechend gross sind die Einnahmeausfälle.

Der Kanton Bern hat es abgelehnt, SBB und Postauto Kurzarbeit zu gewähren. Damit geben sich die ÖV-Betriebe nicht zufrieden. Sie fechten die Entscheide vor Gericht an.

(rwa) Die Coronakrise hat die Betreiber des öffentlichen Verkehrs hart getroffen. Ihnen fehlen laut eigenen Angaben Einnahmen in der Höhe von 1,5 Milliarden Franken. Anfang Juli eilte der Bundesrat den Unternehmen zu Hilfe und schnürte ein Rettungspaket über 800 Millionen Franken. Dennoch pochen die Postauto AG und die SBB auf Kurzarbeitsentschädigung.

Ein Grund ist, dass die Finanzspritze nicht sofort bereit steht, sondern das Parlament zuerst grünes Licht geben muss. «Wir haben im Moment die Situation, dass der politische Entscheid noch nicht vorliegt. Deshalb gehen wir diesen Weg und fechten diesen Entscheid des Kantons Bern in Bezug auf die Kurzarbeit an», erklärte Postauto-Sprecher Urs Bloch in der Sendung «HeuteMorgen» von Radio SRF.

Beschwerde eingelegt hat auch die SBB. Ihr geht es um die Bereiche Fernverkehr und Immobilien. Da diese in den letzten Jahren Gewinne brachten, solle die SBB daher hier nicht von Bundeshilfe profitieren, sondern die Ausfälle selber decken, argumentierte der Bundesrat. Wenn die SBB in diesem Bereich aber ohne Subventionen auskomme, dann müsse geklärt werden, ob sie in diesen Bereichen nicht doch Anspruch auf Kurzarbeit habe, entgegnet die SBB laut Radio SRF. «Denn die SBB und ihre Mitarbeitenden haben in den vergangenen 20 Jahren rund eine Milliarde Franken an Beiträgen in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt», wird die SBB im SRF-Beitrag zitiert.

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