Kunstrasen
Kunstrasen Burkertsmatt: Weshalb das Volk nicht entscheiden muss

Laut Satzungen des Gemeindeverbands Burkertsmatt müssen Ausgaben über 400000 Fr. dem Volk vorgelegt werden. Obwohl der geplante Kunstrasen beim Sportzentrum deutlich mehr kostet, wird keine Gemeindeversammlung darüber entscheiden.

Drucken
Teilen
Peter Spring

Peter Spring

Aargauer Zeitung

Fabian Hägler

Mit grosser Wahrscheinlichkeit wird das Fussballfeld im Sportzentrum Burkertsmatt in Widen mit Kunstrasen ausgerüstet. Dieser ist im Unterhalt günstiger als Naturrasen und der Platz ist auch bei schlechtem Wetter nutzbar, ohne Schaden zu nehmen.

Das bewog den Gemeindeverband, die Option Kunstrasen zu prüfen und Offerten dafür einzuholen. Verbandspräsident Peter Spring will sich nicht zu den Kosten äussern, räumt aber ein, dass Kunstrasen teurer wäre als Naturrasen. Im Raum steht ein Betrag von ungefähr 800000 Franken, den Spring indes nicht kommentieren will.

Nun stellt sich die Frage, ob für den Kunstrasen nicht ein Entscheid der Gemeindeversammlungen in Berikon, Widen und Rudolfstetten nötig wäre. In den Satzungen des Gemeindeverbands Burkertsmatt steht: «Über einmalige Ausgaben von mehr als 400000 Fr. beschliessen die Stimmberechtigten der Verbandsgemeinden.»

Spring: «Keine einmalige Ausgabe»

Verbandspräsident Spring sieht in diesem Punkt keinen Widerspruch: «Der Kunstrasen ist keine einmalige Ausgabe, sondern ein Teil des Gesamtprojekts», betont er. Ausserdem werde das Kostendach von 25,93 Mio. Fr. für das ganze Burkertsmatt-Projekt auch mit dem Kunstrasen eingehalten.

Spring hält weiter fest: «Der Kreditrahmen wurde vom Stimmvolk genehmigt, der Spatenstich ist erfolgt. Für den Kunstrasen ist kein Gemeindeversammlungsentscheid mehr nötig.»