Fähigkeiten-Check

Küchengehilfe oder Fallschirmaufklärer? Diese App verrät, zu was Sie in der Armee taugen

Die Küchenchef Unteroffiziersschule aus Thun kocht für die Gemeinde Luterbach. Noch schnell das Kochbuch konsultieren

Militär kocht für die Luterbacher Bevölkerung.

Die Küchenchef Unteroffiziersschule aus Thun kocht für die Gemeinde Luterbach. Noch schnell das Kochbuch konsultieren

Noch bevor Schweizer Männer und Frauen den Militärdienst antreten, können sie sich nun mit einer neuen Sport-App körperlich und geistig darauf vorbereiten.

Die App trägt den relativ sperrigen Namen «ready #teamarmee» und richtet sich in erster Linie an 14- bis 18-jährige Männer und Frauen, die sich körperlich und geistig auf die Rekrutenschule (RS) vorbereiten möchten.

Entwickelt wurde die App von der Armee und dem Bundesamt für Sport (BASPO), wie das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Montag mitteilte.

Das erklärte Ziel: Frischgebackene Soldaten und Soldatinnen, die fit sind, verletzen sich seltener und treten weniger häufig aus der Armee wieder aus.

Auch für Untaugliche ...

Das VBS preist die kostenlose App als Neuerung an. Nutzer können ihre militärische Wunschfunktion eingeben, etwa Panzersappeur oder Fallschirmaufklärer, und die App berechne ein darauf abgestimmtes Sportprogramm. Wie herkömmliche Fitness-Apps bietet auch ready #teamarmee Informationen zu Ernährung und gesundem Lebensstil.

Insofern will die Schweizer Armee mit der neuen App auch die gesamte Zivilbevölkerung ansprechen. Bei der Zielsetzung wird dann keine militärische Funktion eingegeben, sondern einfach ein Trainingstyp ausgewählt.

Das Promo-Video zur neuen App:

Wissenschaftler der Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen (EHSM) haben die Sporteinheiten erarbeitet. Darüber hinaus enthält die App Zusatzinformationen zu Motivation und mentaler Stärke. Diese steuerten die Dozentur für Militärpsychologie und Militärpädagogik der Militärakademie an der ETH Zürich (MILAK) bei.

Gekostet hat die Entwicklung der App 600'000 Franken; darüber hinaus sind für den Betrieb jährlich weitere 50'000 Franken geplant. Die Armee hat sich im ersten Jahr 200'000 Downloads zum Ziel gesetzt. Die App wird in den Landessprechen Deutsch, Französisch und Italienisch angeboten.

Die App gibts fürs iPhone und für Android.

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