Kuba

Kubanische Polizei geht mit Gewalt gegen Damen in Weiss vor

Damen in Weiss wollen Hoffnung nicht verlieren

Damen in Weiss wollen Hoffnung nicht verlieren

Die kubanische Polizei hat in der Hauptstadt Havanna rund 30 sogenannte Damen in Weiss festgenommen, die für die Freilassung ihrer als Regierungsgegner inhaftierten Angehörigen demonstrierten.

Die Teilnehmerinnen der Kundgebungen wurden von Polizistinnen mit Gewalt in zwei Polizeifahrzeuge gestossen und an einen unbekannten Ort gebracht. Hunderte Anhänger der kubanischen Regierung hatten die Demonstrantinnen zuvor niedergebrüllt.

Bereits am Dienstag hatte sich Ähnliches abgespielt. Die von Polizisten in Zivil abgeschirmte Demonstration der Damen in Weiss endete am Dienstag jedoch, als die Teilnehmerinnen im Haus eines Mitglieds der Gruppierung Zuflucht suchten.

Die Demonstrationen sind Teil einer am Montag begonnenen Aktionswoche zur Erinnerung an die Inhaftierung von 75 Regierungsgegnern vor sieben Jahren im Frühling 2003. Von ihnen sind 53 noch immer in Haft.

Die Kundgebungen der weissgekleideten "Damas de Blanco" finden in einer gespannten Atmosphäre statt. Am 23. Februar war der inhaftierte Regierungsgegner Orlando Zapata an den Folgen eines langen Hungerstreiks gestorben.

Ein weiterer Regierungsgegner, Guillermo Fariñas, trat aus Solidarität mit Zapata eine Tag später in seinem Haus in der zentralkubanischen Stadt Santa Clara ebenfalls in den Hungerstreik. Fariñas wird derzeit im örtlichen Spital intravenös ernährt.

Unterdessen hat erstmals auch Mexiko Havanna aufgefordert, die Würde und Gesundheit der Gefangenen in Kuba zu schützen. Vor dem Hintergrund des andauernden Hungerstreiks des Oppositionellen Fariñas erklärte das mexikanische Aussenministerium, Mexiko bedaure den Tod des Dissidenten Orlando Zapata, der nach 80 Tagen Hungerstreik gestorben war.

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