Die Gründung der Menschenrechtskommission sei ein weiterer "bedeutender Meilenstein" in der Entwicklung der Staatengemeinschaft, sagte Abhisit bei der Eröffnung des Gipfels. Kritiker betitelten die Gründung der Menschenrechtskommission deshalb als Alibiübung.

Überschattet wurde dieser Schritt der Staatengemeinschaft auch vom Ausschluss mehrerer Menschenrechtsaktivisten, die ursprünglich an einer Gesprächsrunde mit ASEAN-Vertretern teilnehmen sollten.

Die ASEAN lehnte laut dem ASEAN-Volksforum fünf der zehn für den Dialog vorgeschlagene Aktivisten ab. Auch den übrigen Menschenrechtskämpfern werde bei dem Treffen mit den Vertretern der Staatengemeinschaft kein Rederecht eingeräumt.

"Das ist die Zurückweisung der Zivilgesellschaft und des demokratischen Prozesses", in dem die Aktivisten ausgewählt worden seien, sagte Debbie Stothard vom Volksforum. "Die Ironie besteht darin, dass die ASEAN-Regierungen in ihrer neuen Charta sich selbst zu einer 'Bürger-orientierten' Organisation verpflichtet haben", kritisiert Stothard.

Abhisit rief die Mitgliedsländer beim 15. Gipfel zu grösseren Anstrengungen auf, um bis 2015 eine Staatengemeinschaft ähnlich der Europäischen Union aufbauen zu können. Bei dem Treffen geht es um die Ankurbelung der Konjunktur, die Freihandelszone in der Region und die Stärkung der Menschenrechte.