40 Gruppierungen von links bis rechts habe Blocher hinter sich versammelt. Sie sollen ein gemeinsames «Komitee gegen den schleichenden EU-Beitritt» bilden. Zu Blochers Verbündeten zählen gemäss eigenen Angaben Patrioten, Tier- und Umweltschützer, Biometrie-Pass und Impfgegner.

«Getrennt marschieren, vereint zuschlagen» – so die Strategie dahinter. Dazu brauche es ein grün-rotes Komitee, ein Komitee der Wirtschaft sowie «jene, die im Schützengraben hocken und dreckige Hände bekommen.»

Die bisherige Unterstützung sei zu zwei Drittel bürgerlich und zu einem Drittel links-grün, wie er der Rundschau auf SRF verriet. Mit dem Komitee will Blocher die Verhandlungen des Bundesrates über ein Rahmenabkommen mit der EU bekämpfen.

Kampf gegen den inneren Feind

In der Sendung scheute der SVP-Vizepräsident auch den Vergleich mit dem Nationalsozialismus nicht. «Während des Zweiten Weltkrieges war es auch nicht so, dass nur die Einen gegen die Nazis kämpften.»

Auf die Frage von Moderator Sandro Brotz, ob die Situation heute wirklich mit der Nazi-Zeit vergleichbar sei antwortet Blocher: «In der Nazi-Zeit hatten wir einen äusseren Feind, jetzt haben wir einen Inneren.» Folge man dem Kurs des Bundesrats, müsse man «die Schweiz aufgeben». Wenn der Bundesrat behaupte, er wolle gar nicht mehr in die EU, dann habe dieser gelogen.

«Das ist wie im Krieg»

Für Christoph Blocher ist dieser Kampf so wichtig wie der Kampf um die EWR-Abstimmung 1992. Er verspricht: «Ich habe die Zeit, die Kraft, die Erfahrung und bin auch persönlich bereit, Mittel zu investieren.»

Dann geht es weiter mit der Kriegsrhetorik: «Das ist wie im Krieg, furchtbar, doch wenn es nötig ist, steigt man freudig aufs Pferd und gibt ihm die Sporen.»