Kraftwerk
Kraftwerk stösst auf Widerstand

Lino Burkard und Martin Baggenstos sammeln Unterschriften gegen das Bauvorhaben in Würenlingen.

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Von Michael Hunziker

Gegen das geplante Holz-Heizkraftwerk in Würenlingen regt sich Widerstand. Lino Burkard und Martin Baggenstos lancieren eine Petition. Sie bitten den Gemeinderat, das Baugesuch im Interesse der Einwohner von Würenlingen abzulehnen. Denn: «Es besteht kein Bedarf für ein Heizkraftwerk in Würenlingen. Die Verbesserung der Luftqualität durch den damaligen Ersatz von Ölheizungen durch die Refuna soll nicht wieder zunichte gemacht werden», halten die Initianten fest.

«Begründung fehlt»

«Wenn man die Unterlagen auf der Gemeinde studiert, realisiert man zuerst, dass eine eigentliche Begründung für eine Notwendigkeit für dieses Kraftwerk fehlt. Die Unterlagen beginnen sofort mit der Umweltverträglichkeitsprüfung», führen Burkard und Baggenstos aus.

In der Umweltverträglichkeitsprüfung stehe beispielsweise, dass beim Aussortieren eine Ausscheidung von 100 Prozent von problematischen Holzabfällen nicht möglich sei und davon ausgegangen werde, dass auch ein geringer Anteil von 10 Prozent von problematischen Holzabfällen verbrannt werde. «Ist das gering?», fragen Burkard und Baggenstos. Als problematisch, so fahren die beiden Würenlinger fort, werden Abfälle bezeichnet, die Pentachlorphenol enthalten.

Über die Auswirkungen dieses Stoffes schreibe das Bundesamt für Umwelt auf seiner Webseite www.bafu.admin.ch: «sehr toxisch für Mensch und Tier; Verdacht auf krebserzeugende Wirkung; sehr toxisch für Wasserorganismen».

«Brauchen diese Anlage nicht»

Mit dem Heizkraftwerk sollen 140 GWh/a Wärme in die Refuna eingespeist werden, «obwohl wir ja damals bewusst einer Einspeisung durch das KKB (CO2-frei) zugestimmt hatten», schreiben Burkard und Baggenstos. Die Firma Tegra betreibe in Domat/Ems eine praktisch baugleiche Anlage. «Mit was wir zu rechnen hätten bei einer Realisierung, kann unter www.tegra-holz.ch angesehen werden», halten die Initianten fest. Kurz: «Wir brauchen diese Anlage

in Würenlingen nicht.» Burkard und Baggenstos rufen dazu auf, die Petition zu unterschreiben. Die Unterschriften nimmt Lino Burkard bis 9. Mai entgegen. Dem Gemeinderat werden die Bögen bis 13. Mai übergeben.