Gesundheit

Kostenwachstum bei stationären Spitalaufenthalten 2017 gebremst

Erstmals seit Beginn der Erhebungen 1998 ist die Zahl der Spitalpatienten 2017 leicht zurückgegangen. (Symbolbild)

Erstmals seit Beginn der Erhebungen 1998 ist die Zahl der Spitalpatienten 2017 leicht zurückgegangen. (Symbolbild)

Zum ersten Mal seit fast 20 Jahren ist 2017 die Zahl der stationären Spitalpatienten leicht zurückgegangen. Dadurch blieben die Kosten in dem Bereich stabil. Dafür wächst der ambulante Sektor weiterhin kräftig.

Rund eine Million Personen suchte letztes für eine stationäre Behandlung eines der 281 Schweizer Spitäler oder Geburtshäuser auf. Das entspricht 12 Prozent der Bevölkerung. Damit ist erstmals seit dem Beginn der Erfassung 1998 ein geringfügiger Rückgang zum Vorjahr zu verzeichnen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mitteilte.

Da ein Teil der Patienten mehrere Behandlungen in Anspruch nahm, betrug die Zahl der stationären Spitalaufenthalte mit 1,5 Millionen, gleich viel wie 2016. Gesunken ist dagegen die Zahl der Pflegetage, und zwar von 11,8 Millionen im Vorjahr auf noch 11,6 Millionen.

Die stationären Kosten blieben mit 18,8 Milliarden Franken in etwa stabil (+0,8 Prozent). Im Gegensatz dazu stiegen die ambulanten Kosten um 5,4 Prozent auf 7,8 Milliarden. Total wurden 18,6 Millionen ambulante Konsultationen und Behandlungen für 4 Millionen Personen erbracht, 1,5 Prozent mehr ambulante Leistungen als 2016.

Kosten pro Fall seit 2015 stabil

Ein stationärer Fall kostete im Durchschnitt rund 13'000 Franken. Seit 2015 ist dieser Wert über alle Spitaltypen hinweg unverändert geblieben. In den psychiatrischen Kliniken hingegen sind die Kosten pro Fall seit 2015 durchschnittlich um 4 Prozent gesunken. 2017 kostete ein Fall dort 700 Franken weniger.

Verletzungen durch Unfälle haben vergangenes Jahr mit 188'000 Fällen Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems (183'000) als häufigsten Grund für eine Spitaleinweisung abgelöst. An dritter Stelle folgen Erkrankungen des Kreislaufsystems (156'000). Über 100'000 Hospitalisierungen gab es wegen psychischen oder Verhaltensstörungen, am meisten wegen Depressionen.

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