Medien
Köppel lässt auf Facebook Welschwoche-Bilder löschen

Zuerst verunglimpfte Roger Köppels Weltwoche die Romands als Griechen der Schweiz. Diese schlugen mit Humor zurück und veröffentlichten auf Facebook Verulkungen. Köppel lässt die Bilder per Anwalt nun entfernen.

Rüdi Steiner
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Auf die kritischen Artikel der Weltwoche reagierte Antonio Hodgers mit seiner «Welschwoche».

Auf die kritischen Artikel der Weltwoche reagierte Antonio Hodgers mit seiner «Welschwoche».

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Der erste, der sich gegen die rüde Attacke wehrte, war der grüne Genfer Nationalrat Antonio Hodgers. Und er wehrte sich mit Humor. Hodgers stellte ein Bild von sich aufs soziale Netz, auf dem er Rotwein-trinkend im Büro vor dem PC sitzt. Die Füsse hat er auf dem Tisch hochgelagert. Das ganze ist eine Persiflage des Titelbildes der Weltwoche, nur dass sie bei Hodgers nun Welschwoche heisst. Darunter steht: "Bon temps, bon vin, bonnes choses de la vie. Romands et fiers de l'être!".

Es folgte die Facebook-Gruppe Weltwoching und Dutzende, ja Hunderte von ähnlichen Bildern. Angreifer Köppel versteht offenbar keinen Spass. Per Anwalt liess sie Hodgers Bild und alle anderen heute Freitag bei Facebook löschen, wie der grüne Nationalrat ausführt. Er hat diese Information von Facebook erhalten.

Hodgers ist entrüstet und spricht von Zensur. Er will sich diese nicht gefallen lassen. Per Anwalt will er die Welschwoche-Bilder wieder auf Facebook stellen lassen. Die Weltwoche sei die Zeitschrift der politisch Unanständigen, solange es sie nicht selber treffe, spottet Hodgers. Und weiss bereits Dutzende von Kommentatoren auf seiner Seite.