Islam-Debatte
Kopftuch-Kindergärtnerin: "Ich will mein Kopftuch bei der Arbeit tragen"

Das Kopftuch einer Krienser Kindergärtnerin sorgte für Schlagzeilen. Erstmals äussert sich nun im SonntagsBlick die Kindergärtnerin selber zur Debatte: «Ich möchte niemanden provozieren oder verärgern mit dem Kopftuch», sagt die Schweizerin, die vor acht Jahren zum Islam konvertierte.

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Kein Kopftuchverbot in Bad Ragaz (Archiv)

Kein Kopftuchverbot in Bad Ragaz (Archiv)

Keystone

Der Glaube sei für sie Privatsache. Allerdings stehe für sie fest: «Ich habe für mich entschieden, dass ich mein Kopftuch zur Arbeit tragen will.» Der Glaube sei ihr wichtiger – auch wenn das bedeute, dass sie nicht mehr an einer öffentlichen Schule arbeiten könne. «Dies würde ich sehr bedauern, denn ich unterrichte politisch und konfessionell neutral», sagt die Schweizerin. «So wie es der Lehrplan vorsieht. Ich missioniere sicher nicht.» Die Kindergärtnerin findet: «Entscheidend ist die Qualität des Unterrichts und nicht, ob ich ein Kopftuch trage.» Diese Frage muss sie in Kriens nicht mehr klären. Die Stellvertretung endet Anfang Juli. Danach wird sie weiter unterrichten, aber an einem privaten Kindergarten.