Komplementärmedizin auf dem Weg - Biometrische Pässe umstritten

Biometrische Pässe umstritten

Biometrische Pässe umstritten

Die Abstimmung zur Einführung von biometrischen Pässen wird kein Spaziergang für die Befürworter. Wäre letztes Wochenende abgestimmt worden, hätten 47 Prozent Ja und 39 Prozent Nein gesagt. Der Verfassungsartikel zur Komplementärmedizin scheint dagegen unbestritten.

Nach der veröffentlichten SRG-Umfrage sprachen sich 67 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer für die Berücksichtigung der Komplementärmedizin im Schweizer Gesundheitswesen aus. Nur 15 Prozent lehnten dies ab.

Die biometrischen Reisepässe haben es vor allem in der Westschweiz schwer. 36 Prozent wollen Ja zur Vorlage sagen, 34 Prozent Nein. Auffallend hoch ist die Zahl der Unentschlossenen: Nicht weniger als 30 Prozent der Westschweiz wollten sich bei der Umfrage noch nicht festlegen.

In der Deutschschweiz findet die Einführung mit 51 Prozent eine knappe Mehrheit. 40 Prozent wollen Nein stimmen.

Der Grossteil der Stimmberechtigten folgt den Parolen ihrer jeweiligen Partei. Einzig die SP-Wählerschaft folgt der Empfehlung kaum. Sie sagt trotz Nein-Parole der Partei häufiger Ja (48 Prozent) als Nein (41 Prozent).

Am höchsten ist die Kongruenz bei der FDP-Wählerschaft. Sie sagt mit 60 Prozent gegen 31 Prozent klar Ja zu den biometrischen Reisepässen. Auch die CVP-Sympathisanten sagen analog zur Partei Ja zur Vorlage - allerdings weniger klar.

Nein hingegen sagen die Wählerschaft der Grünen und der SVP. Auch sie folgen damit der Empfehlung ihrer Parteien.

Auf breite Sympathie stösst dagegen der Verfassungsartikel zur Komplementärmedizin. In allen drei Landesteilen wollen mindestens zwei Drittel der Befragten der Vorlage zustimmen.

Das Forschungsinstitut gfs.bern befragte zwischen dem 30. März und dem 4. April 1211 stimmberechtigte Personen zu den Abstimmungen vom 17. Mai. Der statistische Fehlerbereich der Stichprobe beträgt 2,9 Prozent.

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