Inland/Schweiz

Kommission will Gosteli-Archiv zur Frauenbewegung finanziell unterstützen

Marthe Gosteli im Archiv zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung.

Marthe Gosteli im Archiv zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung.

Die Mehrheit der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK) will den Unterhalt des Archivs finanziell sicherstellen. Die SVP-Vertreter lehnen die Motion geschlossen ab.

(dpo) Der Unterhalt und die Weiterentwicklung des Gosteli-Archivs soll finanziell sichergestellt werden. Zusätzlich soll der Bundesrat diese Massnahmen in die Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation (BFI) 2021-2024 integrieren. Dies entschied die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK) in seiner Sitzung am Freitag.

Die Gosteli-Stiftung und das Archiv wurden seit ihrer Gründung 1982 durch die bürgerliche Frauenrechtlerin Marthe Gosteli (siehe Infobox unten) finanziell unabhängig geführt. Jedoch drohte aufgrund des ausgehenden Stiftungsvermögen 2021 die Auflösung.

Mit der am Freitag beschlossenen Motion schlägt die WBK dem Bundesrat nun vor, den Betrag von 4 Millionen Franken in der BFI-Botschaft 2021-2024 zu integrieren. Damit solle die Gosteli-Stiftung als national bedeutungsvoller Gedächtnisort für die Schweizer Frauengeschichte gesichert, und in eine für Bildung und Wissenschaft nachhaltig nutzbare Institution transformiert werden.

Der Motion stimmten sowohl Linke als auch bürgerliche Kommissionsmitglieder zu. Eine Minderheit aus SVP-Mitgliedern anerkannte zwar die Bedeutung des Archivs, betrachtete aber eine Unterstützung durch den Bund als «nicht angebracht.»

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