Kölliken

Kölliker Rückbau geht erst im Herbst weiter

Bei der zusätzlichen Sortierung des Deponieguts wird eine externe Anlage in Betracht gezogen. (A)

Bei der zusätzlichen Sortierung des Deponieguts wird eine externe Anlage in Betracht gezogen. (A)

Die Fragen um Kosten und Rückbau bleiben in der Sondermülldeponie Kölliken offen. Bis im Herbst steht der Abbau sicher still. Gemäss Planung hätte die zweite Etappe Mitte 2010 beginnen müssen.

Jetzt meldet die von Katastrophen-Bewältiger Franz Steinegger geleitete Mediation ein erstes Zwischenergebnis. Geprüft werde ein Konzept für die Behandlung des Giftmülls der Deponie in der zweiten Etappe.

Bei der zusätzlichen Sortierung des Deponieguts wird eine externe Anlage in Betracht gezogen. Dabei geht es laut Landammann Peter C. Beyeler, Präsident des SMDK-Steuerungsausschusses, um eine Waschanlage der Eberhard-Gruppe mit Sitz in Kloten, die zur Arge Phönix gehört.

Der Steuerungsausschuss unterstütze die Absicht der Arge Phönix, damit auf die heteorogene Zusammensetzung des Deponieguts zu reagieren». Bei der Esar in Rümlang sind schon in der ersten Etappe 62 Prozent der 37 000 Tonnen Kölliker Sondermüll per Bodenwäsche behandelt worden.

Rückbau kommt massiv teurer

Anfang Jahr hatte das Konsortium angekündigt, die Sanierung koste bis zu 700 Millionen Franken. Damit fallen die Aufwendungen um 222 Millionen Franken höher aus als geplant. Der Bund zahlt aus dem Altlastenfonds voraussichtlich 176 Millionen Franken an die Sanierung.

Dem Konsortium gehören die Kantone Aargau und Zürich (je 41,6 Prozent) sowie die Stadt Zürich und die Basler Chemie (je 8,3 Prozent) an. Die Partner müssen die Kosten gemäss ihren Anteilen tragen. Für über 90 Prozent stehen also die Steuerzahler gerade. (Lü/SDA)

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