Klimagipfel

Klimaverhandlungen nach afrikanischem Protest wieder aufgenommen

Eine Koalabär-Mutter mit ihrem 10 Monate alten Baby

Eine Koalabär-Mutter mit ihrem 10 Monate alten Baby

Der Polarfuchs, die Lederschildkröte und der Koalabär sind am stärksten vom Klimawandel bedroht. Das geht aus einem Report der Weltnaturschutzunion IUCN hervor, der auf dem Klimagipfel vorgestellt wurde. Nach einer mehrstündigen Unterbrechung sind die afrikanischen Delegationen beim Kopenhagener Weltklimagipfel an den Verhandlungstisch zurückgekehrt.

"Dieser Report soll ein Weckruf für die Regierungen sein, damit sie konkrete Verpflichtungen zur Kohlendioxidreduktion eingehen", sagte Koautorin Wendy Foden. "Wir haben schlichtweg nicht mehr die Zeit für langatmiges politisches Hickhack. Wir benötigen starke Verpflichtungen und wir benötigen sie jetzt."

Auf der Liste der zehn am stärksten vom Klimawandel bedrohten Arten stehen zudem noch Belugawal, Clownfisch, Kaiserpinguin, Köcherbaum, Ringelrobbbe, Lachs und Geweihkoralle.

Jeder einzelne Mensch sei nicht machtlos, sondern könne seinen Kohlendioxidausstoss senken und bei seiner Regierung für Klimaschutz werben, betonte der Chef der IUCN-Artenschutzkommission, Simon Stuart.

Nach einer mehrstündigen Unterbrechung sind die afrikanischen Delegationen beim Kopenhagener Weltklimagipfel nun an den Verhandlungstisch zurückgekehrt.

Neben den formellen Verhandlungen im Plenum auf Beamtenebene führte Gastgeberin Connie Hedegaard parallel informelle Gespräche der Umweltminister fort, wie die Deutsche Presse-Agentur dpa aus Verhandlungskreisen erfuhr.

Vertreter Afrikas hatten am Vormittag die Verhandlungen unterbrochen, da sie ihre Anliegen von den dänischen Gastgebern nicht ernst genug genommen fühlten.

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