Schlieren
Klares Ja zur Jugendarbeit in Schlieren

Mit 1421 zu 634 Stimmen sagt das Stimmvolk Ja zur definitiven Einführung der Jugendarbeit Die Zeit der Versuchsphase ist vorbei: Schlieren führt die Jugendarbeit definitiv ein. Sie fand auch an der Urne einen deutlichen Zuspruch.

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Limmattaler Zeitung

Daniel von Känel

Schon im Parlament war die Vorlage unbestritten: Auf der Grundlage eines Arbeitskonzeptes soll die Jugendarbeit in Schlieren definitiv eingeführt werden. Dies sahen nun auch die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger so. Mit 1421 zu 634 Stimmen wurde die Vorlage an der Urne angenommen. Stadtpräsident Peter Voser zeigte sich denn wohl erfreut, aber nicht überrascht über das deutliche Resultat: «Dieses Ja war zu erwarten, die definitive Einführung der Jugendarbeit war nicht bestritten», sagt er. Tatsächlich gab es im Parlament keine Gegenstimme, als im März über dieses Geschäft entschieden wurde.

Vorbei ist damit die Zeit des Provisoriums. Vor fünf Jahren nämlich wurde die Jugendarbeit, auf fünf Jahre befristet, gestartet. Dieses Jahr läuft diese Versuchsphase aus. Sie wurde genutzt, um ein umfassendes Arbeitskonzept zu schaffen, auf dessen Grundlage die Schlieremer Jugendarbeit basieren soll.

Prävention und Integration

Die Ziele, auf die die Jugendarbeit ausgerichtet wird, sind Prävention in den Bereichen Sucht, Gesundheit und Gewalt, Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund sowie Partizipation im Sinne der Eigeninitiative. Für den Betrieb der Fachstelle wird mit jährlich wiederkehrenden Kosten von 350 000 Franken gerechnet. 230 000 Franken fallen für die Lohnkosten mit Festanstellungen und befristete Engagements für Projekte an. 35 000 Franken wiederum beträgt die Miete der Fachstelle. Für Projekte und Dienstleistungen ist der gleiche Betrag vorgesehen. 50 000 Franken sind für die Miete zusätzlicher Räume nach Bedarf budgetiert.

Das Ergebnis


Abstimmung über die definitive Einführung der Jugendarbeit Schlieren: 1421 Ja, 634 Nein. 57 Stimmzettel gingen leer ein, ungültige Stimmabgaben gab es keine. Damit hat das Schlieremer Stimmvolk der definitiven Einführung deutlich zugestimmt. Die Stimmbeteiligung betrug 31,38 Prozent. (dvk)

Betreffend der Organisation sieht das Konzept vor, dass die Fachstelle nach wie vor über einen Fachstellenleiter verfügt. Dieser ist aber gleichzeitig auch Jugendbeauftragter. Er ist der Abteilungsleitung Bildung und Jugend unterstellt und verantwortlich für die Umsetzung des Jugendkonzeptes. Der Stellenleiter leitet die Fachstelle Jugend fachlich und personell. Er vertritt sie in der Jugendkommission der Stadt Schlieren und ist für die strategische und konzeptionelle Weiterentwicklung der Jugendarbeit und Jugendpolitik in Zusammenarbeit mit der Abteilung Bildung und Jugend, der Jugendkommission und den politischen Organen verantwortlich.

«Wichtiger Baustein»

Mit einer nachhaltigen Jugendarbeit, basierend auf dem neuen Arbeitskonzept, werde ein wichtiger Baustein zur künftigen Entwicklung von Schlieren gelegt, ist der Stadtrat überzeugt. Zudem entspreche man mit der definitiven Einführung auch dem Leitbild der Stadt Schlieren, wonach den Anliegen der Jugend eine besondere Bedeutung zukommen soll.

Mit diesem positiven Beschluss an der Urne wird auch der Wunsch von Bea Krebs, Ressortvorsteherin Bildung und Jugend, erfüllt: Die Aufgabe der Jugendarbeit soll in Schlieren jetzt fest installiert werden, sagte sie noch vor der Abstimmung. Es sei an der Zeit, dass man die Projektphase verlasse und die Jugendarbeit mit einer Perspektive in Angriff nehme. Dies hat das Stimmvolk mit dem deutlichen Entscheid nun ermöglicht.