Die Symptome wurden vermutlich durch den gleichen Stamm von EHEC-Bakterien verursacht, der zurzeit in Deutschland grassiert. Offenbar gehe es der Patientin gut. Abgesehen von der Erkrankung der Frau wurde bislang kein anderer Fall des Bakteriums gemeldet.

Das NENT, Institut für Lebensmittelsicherheit und -hygiene der Universität Zürich sei daran, den Bakterientyp zu analysieren. In der Schweiz sei es laut BAG derweil zu keiner Häufung von EHEC-Fällen gekommen. Seit Anfang Jahr wurden 20 Fälle gemeldet. Dies entspreche der üblichen Anzahl Meldungen aus den früheren Jahren.

Die Patientin verspürte die ersten Symptome am 22. Mai 2011. Sie zog sich die Lebensmittelvergiftung vermutlich bei der Verpflegung an einem Salatbuffet zu. Im Anschluss an dieses Essen erkrankten auch andere Personen in Deutschland, die sich dort verpflegt hatten.

Die EHEC-Bakterien, die im Darm von Wiederkäuern vorkommen, werden laut BAG durch kontaminierte Lebensmittel übertragen und selten von Person zu Person. Bei den betroffenen Personen verursachen sie blutigen Durchfall und können zu Nierenproblemen führen. Gemäss dem Europäischen Zentrum für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) beschränkt sich der EHEC-Ausbruch auf Deutschland, und es gebe keine Hinweise, dass möglicherweise kontaminierte Lebensmittel in andere Länder eingeführt wurden.

Das BAG empfiehlt Handtücher und Lappen nach Zubereitung von rohem Fleisch möglichst auszuwechseln und bei mindestens 60 Grad zu waschen. Zudem wir empfohlen rohes Gemüse und Obst vor dem VErzehr zu waschen oder auch zu schälen.