Kerzenklau in der Einsiedelei

Neben 14 Bürgerrechtsgesuchen standen ein Nachtragskredit, zwei Tauschverträge mit Aufgeld zu Grundparzellen an der Allmendstrasse und ein befristetes Wegrecht auf der Traktandenliste des Bürgerrats.

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Mark A. Herzig

Bürgerammann Christoph Oetterli berichtete, dass die Arbeiten an der Einsiedeleiklause programmgemäss voranschritten und vermutlich Mitte Mai abgeschlossen würden. Auf eine Frage von Fritz Zimmermann bestätigte er, es sei traurige Tatsache, dass es Leute gibt, welche die Einsiedelei als Gratisentsorgungsplatz missbrauchten und im Gegenzug dafür auch noch reihenweise Kerzen klauen würden. Er hoffe, dass sich mit dem Einzug von Einsiedlerin Verena spätestens Ende Mai die Situation bessern werde.

Cafeteria kommt teurer zu stehen

Über Licht und Schatten wusste Oetterli auch von Cafeteriabau im Thüringenhaus zu berichten: Zwar liege man im Plan, jedoch müsse man mit Nachtragskrediten rechnen, es sei bei der Offertstellung offenbar einiges vergessen worden. In St. Katharinen jedoch sei, wer immer irgendwie könne, an der Neugestaltung des Gartens mit Teich und neuer Umzäunung beteiligt: «Es ist ein rundum erfreuliches Resultat zu erwarten.»

Einbürgerung nur «voraussichtlich»

Bürgerschreiber Sergio Wyniger erläuterte, dass die vorliegenden Bürgerrechtgesuche alle von Menschen stammten, die gute Beurteilungen vorab auch der Sprachkenntnisse erhalten hätten. Dass die Einbürgerungsgebühr nur mit «voraussichtlich» bezeichnet würde, hänge damit zusammen, dass das Verfahren noch nicht ganz abgeschlossen sei und dass nach Aufwand verrechnet werden müsse. Der Bürgerrat sicherte sodann auf Antrag der Kommission für kulturelle Aufgaben und Einbürgerungen folgenden Gesuchstellenden das Bürgerrecht der Stadt Solothurn zu: Zaklina Andjelic und ihrem Sohn Denis, Nenad Andjelic, Abip Drbac mit Ehefrau Turkan sowie den Kindern Ennes und Jashar, Hakan Drbac, Samira Hussein, Devan Mahadevan, Skeljzim Ramadani, Sengöz Selimbasoglu mit Ehemann Sedat und Sohn Tolga.

Mit der Errichtung der Westumfahrung mussten zwecks besserer Linienführung 37 Qudratmeter Land an den Kanton abgetreten werden, andererseits konnte von der Einwohnergemeinde eine Parzelle von 290 Quadratmetern übernommen werden. Dies wurde durch zwei Tauschverträge mit Aufgeld geregelt; das bedeutet Einnahmen vom Kanton von 11 100 und eine Schuld von 87 000 Franken der Bürger- zu Gunsten der Einwohnergemeinde. Der Bürgerrat folgte dem Antrag der Domänenkommission und hiess beide Geschäfte ebenfalls gut.

Auch ein Nachtragskredit in Höhe von 7080 Franken zur Ersetzung des Expansionsgefässes der Bürgerhausheizung wurde bewilligt. In einem Zusatztraktandum beschloss der Bürgerrat sodann, aus grundbuchtechnischen Gründen ein befristetes Wegrecht auf Grundstück 2033 offiziell zu bestätigen; dieses besteht bereits seit der Auflösung der Spitalstiftung, es wurde jedoch nirgends mit der entscheidenden Instanz zusammen aufgeführt.