Staffeleggstrasse

Keine Wohlfühloase an der Strasse, aber . . .

Keine Wohlfühloase an der Strasse, aber . . .

Keine Wohlfühloase an der Strasse, aber . . .

Die Lebensqualität an der mit täglich 7000 bis 10000 Autos und Lastwagen befahrenen Staffeleggstrasse verspricht keine Wohlfühloasen. Aber Ueken, Herznach und Densbüren wollen Einfluss nehmen mit der Verkehrsplanung.

Walter Christen

Ihnen sind die Hände bei weitem nicht gebunden: Ueken, Herznach (beide im Bezirk Laufenburg) und Densbüren (Bezirk Aarau) können auf die Verkehrssituation im Staffeleggtal Einfluss nehmen, soweit es die Planung ermöglicht. Denn die «Bedrohung durch den Staffeleggzubringer ist relativ», betonen die Verkehrsstrategen und -planer. Die neue Strasse auf der Aarauer Seite, die den Verkehr vom Knoten Tellistrasse bis zum Anschluss Staffeleggstrasse unterhalb des Steinbruchs oberhalb von Küttigen führt, soll dieses Jahr eröffnet werden. Es wird – unter Berücksichtigung der hausgemachten Fahrten – ein Mehrverkehr von rund 10 Prozent erwartet (vgl. Berichte auf Seite 33). Das heisst, rund 10000 Fahrzeuge werden pro Tag durch Ueken fahren, zirka 8300 werden es in Herznach sein und noch etwa 7800 auf der Passhöhe. Der Anteil der Lastwagen auf dieser internationalen Transitroute wird künftig auf 560 täglich geschätzt (heute etwa 500).

Grundsätzlich möchten die Gemeinden die angestrebte Entwicklung mit den vorgegebenen Zielen (vgl. Bericht auf dieser Seite) auf der Basis des Vertrauens und der Eigenverantwortung jedes einzelnen Einwohners erreichen. Auch im Bereich des Mobilitätsverhaltens soll grundsätzlich kein Zwang ausgeübt werden: «Die Zielsetzung einer reduzierten Verkehrserzeugung im Bereich des motorisierten Individualverkehrs soll mit einer Verbesserung des Angebots und damit einhergehenden Vorteilen der Verkehrsmittel Fuss- und Radverkehr erreicht werden», sagen die kommunalen Gesamtpläne Verkehr aus.

Angenehmer wohnen ist gefragt

Die Gemeindebehörden sind sich der Zusammenhänge aller Felder der Raum- und Verkehrsentwicklung mit dem angestrebten Hauptziel – der hohen Lebensqualität in den Dörfern – durchaus bewusst und streben daher insgesamt eine umfassende Verbesserung von heutigen Mängeln an, sowohl im Detail (beispielsweise einzelne Fusswegquerungen) wie auch übergeordnet (attraktive Bauzonen).

Die rund 100 Personen aus allen drei Gemeinden, die sich an der Informationsveranstaltung zu den kommunalen Gesamtplänen Verkehr im Herznacher Gemeindesaal beteiligten, erhielten einen ersten Eindruck von den erarbeiteten KGV. In der Diskussion kamen aber gewisse Befürchtungen zum Ausdruck bezüglich der Zunahme des Verkehrs nach Eröffnung des neuen Staffeleggzubringers. Wohlfühloasen an der Strasse dürften auch in Zukunft keine erwartet werden, wurde betont. Aber auf Basis der KGV hätten die Gemeinden gute Hilfsmittel, um die formulierten Ziele zu erreichen.

«Lastwagen immer schneller»

Es war förmlich spürbar, dass nach den Erläuterungen durch Planer und Gemeindebehörden eine öffentliche Aussprache gewünscht wurde. So hielt denn ein Versammlungsteilnehmer fest: «Jeden Morgen früh donnern zahlreiche Lastwagen durch unsere Dörfer. Viele mit weit überhöhter Geschwindigkeit. Es muss rigoros Radarkontrolle durchgeführt werden. Nur dann können die schnellen Chauffeure gebremst werden.» Gemeindeammann Martin Deiss aus Ueken stimmte dem Votanten zu – die Regionalpolizei werde in dieser Hinsicht immer wieder tätig.

Die meisten der Versammelten hatten unter anderem wohl ein Einsehen, dass nicht nur der Durchgangs- und Transitverkehr eine grosse Belastung darstellt, sondern auch der hausgemachte Verkehr, der Binnen- oder Regionalverkehr, wie es hiess. Jeder soll doch vorher gut überlegen, ob er jedes Mal das Auto verwenden soll.

Kreisel und Radwege

Jemand erkundigte sich nach dem Bau von Kreiseln an neuralgischen Stellen zum Bremsen des Verkehrs. Ein anderer bemängelte das unvollständige Radwegnetz, wobei Radstreifen nur eine suboptimale Lösung darstellen würden; die Strassse müsste breiter werden.

Bis zum 8. März dauert das Mitwirkungsverfahren der Bevölkerung von Ueken, Herznach und Densbüren.

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