Bundesreisezentrale
Keine Lust auf Ferien? Nur die Hälfte der Bundesangestellten nutzt Reise-Vergünstigungen

Das interne Reisebüro der Bundesverwaltung funktioniert laut der Finanzkontrolle gut. Sie stellt der Bundesreisezentrale ein gutes Zeugnis aus. Problematisch sei jedoch, dass viele Angestellte die Preisvergünstigungen gar nicht in Anspruch nähmen.

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Nur wenige Bundesangestellte nutzen die Reise-Vergünstigungen der Bundesverwaltung: Flugzeuge der Swiss in Zürich (Archiv)

Nur wenige Bundesangestellte nutzen die Reise-Vergünstigungen der Bundesverwaltung: Flugzeuge der Swiss in Zürich (Archiv)

Keystone

Die Bundesreisezentrale (BRZ) ist das Reisebüro der Bundesverwaltung. Sie organisiert Reisen für Bundesangestellte, Parlamentarier und Bundesräte sowie für offizielle Gäste der Schweiz. Dazu handelt sie Vorzugstarife mit Fluggesellschaften und Hotels und für Mietwagen und Bahnreisen aus.

Wer die Dienstleistungen in Anspruch nahm, war in der Regel zufrieden. Dies geht im am Donnerstag publizierten Prüfbericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle hervor. 2014 hat die Bundesreisezentrale im Ausland Reisedienstleistungen über 36 Millionen Franken gebucht.

Nach Ansicht der Finanzkontrolle könnte die BRZ aber ihre Verhandlungsposition stärken, wenn sie für die Bundesverwaltung im weiteren Sinne tätig würde. Dazu zählen zwanzig Verwaltungseinheiten wie die ETH Zürich und Lausanne, Schweiz Tourismus oder das Schweizerische Nationalmuseum.

Heute sind nur die Bundesverwaltung, die ausserparlamentarischen Kommissionen und unabhängige Verwaltungseinheiten ohne Rechtspersönlichkeit verpflichtet, ihre Reisen bei der Zentrale zu beschaffen.

Nachholbedarf sieht die Finanzkontrolle aber auch beim Bekanntheitsgrad der Bundesreisezentrale. Gemäss einer Umfrage haben nur die Hälfte aller Personen auf Dienstreise Leistungen der BRZ in Anspruch genommen. Viele gaben an, diese gar nicht zu kennen. Die Finanzkontrolle schlägt deshalb eine Informationskampagne vor.