Zug
Keine K.o.-Tropfen: Schmeissen die Grünen Spiess-Hegglin nun raus?

Nach dem negativen K.o.-Tropfen-Testergebnis wird es eng für die Zuger Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin. Insider sprechen davon, dass man ihr den Austritt aus der Partei nahelegen wolle.

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Jolanda Spiess-Hegglin im Zuger Kantonsrat.

Jolanda Spiess-Hegglin im Zuger Kantonsrat.

Keystone

Die Haarprobe der Zuger Grünen-Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin weist keine Rückstände von K.o.-Tropfen auf, wie das gestern bekannt gewordene Untersuchungsergebnis festhält.

Die Geschichte, wonach die 34-Jährige an der Zuger Landammannfeier vom vergangenen Dezember mutmasslich von ihrem SVP-Ratskollegen Markus Hürlimann mit Narkotika gefügig und gegen ihren Willen zum Sex genötigt worden sei, wird somit immer unwahrscheinlicher.

Für ihre Parteikollegen scheint Spiess-Hegglin zunehmend an Glaubwürdigkeit zu verlieren und letztlich untragbar zu werden. «Bei den Grünen schwindet die Unterstützung für Spiess-Hegglin», weiss ein Zuger Kantonsparlamentarier gegenüber «Blick». Und weiter: «Man wartet das Ende der Ermittlungen ab, dann wird man ihr einen Rückzug aus der Fraktion nahelegen.»

Inwiefern die ganze Affäre für Markus Hürlimann, der schon sein Amt als Parteipräsident niedergelegt hat, weitere Konsequenzen haben wird, ist unklar. Am Freitag steht die Generalversammlung der SVP Baar an. Dort ist auch eine Aussprache und Abstimmungen über «allfällige Anträge» geplant.

Mehrere Parteikollegen von Hürlimann fordererten in der Vergangenheit öffentlich seinen Ausschluss aus der Partei. (rhe)

(3.3.2015)