Zug
Keine Hinweise auf K.O.-Tropfen bei Spiess-Hegglin

Neue Wende im Zuger Skandal: Die Analyse der Haarprobe von Jolanda Spiess-Hegglin ergibt keine Hinweise auf K.O.-Tropfen. Das teilte die Zuger Staatsanwaltschaft am Montag mit.

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Die Zuger Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin.

Die Zuger Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin.

Keystone

Das Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich hat sowohl Haar-, wie auch Blut- und Urinproben der grünen Zuger Kantonsrätin auf Spuren von GHB (Gamma-Hydroxybuttersäure) untersucht, umgangssprachlich K.O.-Tropfen genannt.

Es gebe keine Anhaltspunkte, wonach die 34-Jährige mit solchen Substanzen betäubt wurde, schreibt die Zuger Staatsanwaltschaft am Montag.

Die Untersuchungen werden jedoch weitergeführt. Die Staatsanwaltschaft hat in den vergangenen Wochen zahlreiche Personen befragt. Wann die Strafuntersuchung abgeschlossen sein wird, bleibt offen.

Hintergrund der Untersuchung ist ein mutmasslicher sexueller Übergriff nach der Feier für den neuen Landamann in der Nacht auf Sonntag, 21. Dezember, bei der viel Alkohol geflossen war.

Spiess-Hegglin war am Morgen nach der Feier nach eigenen Angaben mit Unterleibsschmerzen erwacht. Weil sie sich an nichts erinnern konnte, ging sie ins Spital. Die Ärzte dort informierten schliesslich die Polizei.

Unter Verdacht geriet SVP-Kantonsrat Markus Hürlimann. Mit dem 40-Jährigen war Spiess-Hegglin zuletzt gesehen worden. Hürlimann wurde verhaftet und einen Tag später wieder auf freien Fuss gesetzt. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Handlungen gegen die sexuelle Integrität eingeleitet.

Sowohl Hürlimann als auch Spiess-Hegglin nehmen ihre Aufgaben als Kantonsräte weiterhin wahr. (sda/cze)