Referendum

Keine Geldverschwendung für Fachhochschule

Campus-Baufelder: Ruhe und Idylle sind nur vordergründig.  (lp)

«Dieses Referendum ist unnötig»

Campus-Baufelder: Ruhe und Idylle sind nur vordergründig. (lp)

Ein Aarauer Referendumskomitee möchte die Hochschule Pädagogik von Brugg-Windisch nach Aarau «abzügeln»

Louis Probst

Verlassen liegen sie da, die beiden Baufelder, auf denen die neue Fachhochschule Markthalle gebaut werden soll. Bereits 2013 soll sie bezogen werden, die neue Fachhochschule, das Herz des Campus. Während aber die Bauleute sozusagen Schaufel bei Fuss auf den Baubeginn warten – und nicht nur sie –, schiesst auf dem Gelände der Sommerflieder und anderes Gebüsch ins Kraut. Im kommenden Monat soll mit dem Bau begonnen werden.

Zurzeit läuft noch die Referendumsfrist, nachdem sich der Grosse Rat der Kehrtwendung der Regierung in der Frage Kauf oder Miete der Fachhochschul-Räume angeschlossen hatte. Mit 116 gegen 2 Stimmen hatte der Grosse Rat kurz vor den Sommerferien dem Kredit von knapp 190 Millionen Franken zugestimmt und sich damit für den – auch kostenmässig vorteilhafteren – Kauf entschieden.

Am Volk vorbeibeschlossen?

Jetzt hat ein Komitee «Nein zu Geldverschwendung» das Referendum ergriffen. Das Komitee – hinter dem Privatpersonen aus Aarau stehen, die direkte Interessen haben – macht geltend, dass durch den Grossen Rat ein «enorm grosser Kredit am Volk vorbeibeschlossen» worden sei.

Dem Referendumskomitee geht es aber offensichtlich vor allem um den Standort der Pädagogischen Hochschule. «Der inzwischen abgewählte Regierungsrat Rainer Huber hat auch für die pädagogische Aus- und Weiterbildung im Rahmen der Fachhochschule Nordwestschweiz den Campus in Brugg-Windisch durchgedrückt», stellt das Komitee auf seiner Homepage jedenfalls fest. «Und dies, obwohl die Pädagogik Kantonsangelegenheit und vom Bund nicht subventioniert ist.

«Kostengünstigere Lösung»

Es gibt also keinen zwingenden Grund, die Pädagogik in den Campus zu integrieren.» Mit der Verteilung der FH auf zwei Standorte, so das Komitee, sei eine «kostengünstigere Lösung problemlos möglich».

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