Die fünf hochempfindlichen, kleinste Spuren erfassenden Geräte des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) in den Kantonen Aargau (Klingnau), Freiburg (Oberschrot), Genf (Cern), Tessin (Monte Ceneri) und Thurgau (Güttingen) zeigten Messwerte von weniger als ein Millionstel des Imissionsgrenzwertes an.

Wie auf der Internet-Seite des BAG ersichtlich, bedeutet dies: keine zusätzliche Strahlenbelastung. Nach aktuellem Kenntnisstand seien weiterhin keine direkten gesundheitlichen Konsequenzen für die Bevölkerung der Schweiz zu erwarten, schreibt das Bundesamt.

Das BAG überwacht die Situation laufend in Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) und der Nationalen Alarmzentrale (NAZ).

Die Werte der natürlichen und künstlichen Radioaktivität in der Luft aus den Messungen der Aerosolfilter (High Sampler-Volume) an den fünf Standorten werden im Labor des BAG im Liebefeld in Köniz bei Bern gammaspektrometrisch analysiert.

Auf weitem Weg stark verdünnt

Beim Reaktorunfall in Japan können folgende radioaktiven Stoffe austreten: Edelgase, leicht flüchtige Stoffe wie Jod und Cäsium sowie weniger flüchtige Stoffe wie Strontium, Uran und Plutonium, welche an Staubteilchen gebunden sind.

In die Atmosphäre freigesetzte radioaktive Stoffe werden mit dem Wind verteilt. Auf dem weiten Transportweg werden diese stark verdünnt. Die Konzentration der radioaktiven Stoffe in der Luft nimmt aufgrund der starken Verdünnung mit zunehmender Entfernung zum Unfallort kontinuierlich ab.

Wenn überhaupt, sei deshalb mit einer "vernachlässigbar kleinen Erhöhung der Strahlenbelastung in der Schweiz zu rechnen", versichert das BAG. Bisher ist aber nicht einmal eine solche feststellbar.