Keine Entscheidung im Kampf um Zürcher Stadtpräsidium - 2. Wahlgang

Martelli an einem Podium (Archiv)

Martelli an einem Podium (Archiv)

Im Kampf ums Zürcher Stadtpräsidium kommt es zu einem zweiten Wahlgang. Weder SP-Frau Corine Mauch noch Kathrin Martelli von der FDP erreichten das absolute Mehr. Mauch wurde jedoch in den Stadtrat gewählt.

Die 56-jährige Martelli erreichte mit 39 408 Stimmen einen leichten Vorsprung gegenüber der 48-jährigen Mauch mit 38 120 Stimmen. Damit blieben jedoch beide Kandidatinnen unter dem absoluten Mehr von 40 906 Stimmen. Die Ausmarchung zwischen den beiden erfolgt am 29. März.

Grund für das relativ hohe absolute Mehr waren die 4139 vereinzelten Stimmen. Damit fehlten Martelli nur gerade 1499 Stimmen zur Wahl. Die Stimmbeteiligung lag bei 39,7 Prozent. Martelli holte sich Mehrheiten in fünf der insgesamt neun Wahlkreise. Am Schluss hatte sie einen Vorsprung von nur 1288 Stimmen.

Für die 48-jährige Corine Mauch bedeutete der Wahlsonntag aber doch einen Erfolg: Sie wurde mit 46 468 Stimmen als neues Mitglied des Stadtrates gewählt. Dort ersetzt sie den nach elf Jahren abtretenden 65-jährigen Elmar Ledergerber, der in den letzten sieben Jahren das Stadtpräsidium innehatte.

Damit stellt die SP in der 9-köpfigen Stadtregierung wie bisher vier Mitglieder, neben drei der FDP, einer Grünen und einem CVP-Stadtrat.

Mit der Wahl der SP-Fraktionschefin und Agrarökonomin Mauch sind im Stadtparlament wie vor den letzten Gesamterneuerungswahlen im Jahr 2006 wieder vier Frauen im Zürcher Stadtrat vertreten.

Deutlich abgeschlagen in der Stadtratswahl blieb die SVP, deren Kandidat, der 47-jährige Banker Roger Liebi, es nur auf 17 909 Stimmen brachte. Die SVP scheiterte damit erneut mit ihrem Versuch, den 1990 verlorenen Sitz in der städtischen Exekutive zurückzugewinnen.

Ohne den Hauch einer Chance war schliesslich der 55-jährige Jurist Ernst Danner von der EVP, der gerade mal 4842 Stimmen auf sich vereinigen konnte.

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