Ekel-Geld
Kein Witz: Schweizer Banknötli sind besonders eklig

64 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer finden ihr Bargeld unhygienisch. Kein Wunder, denn es ist besonders schmutzig. Auf Schweizer Banknoten tummeln sich tausende Bakterien - mehr als auf dem Geld unserer Nachbarländer.

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Ein Stapel Schweizer Banknoten - dem Fiskus gehen wegen der Steuerreform grosse Beträge verloren (Symbolbild)

Ein Stapel Schweizer Banknoten - dem Fiskus gehen wegen der Steuerreform grosse Beträge verloren (Symbolbild)

Keystone

Noch ausgeprägter ist der Ekel vor dem Baren in Italien, wie eine Studie der Kreditkartenanbieter Mastercard ausweist. Dort beträgt die Ekelquote sogar 66 Prozent. Die Umfrage wurde in 15 europäischen Ländern durchgeführt und repräsentativ hochgerechnet.

Die Schweizer haben im Europavergleich allerdings deutlich mehr Grund als die Nachbarn, ihre Noten und Münzen zu fürchten. Wie der Kreditkartenanbieter mitteilt, tummeln sich auf den Schweizer Banknoten im Durchschnitt nicht weniger als 32'400 Bakterien. Auf den europäischen Banknoten waren es im Schnitt lediglich über 26'000. Schon eine Note frisch ab Presse weist 2400 Bakterien auf.

Gefahr von Infektionen

Wie Mastercard einen Experten zitiert, reicht selbst der europäische Durchschnittswert bei einigen Krankheitserregern für eine zünftige Infektion aus. Klebsiella, früher auf Noten dingfest gemacht, lösen etwa Atemwegserkrankungen, Harnwegentzündungen und Wundinfektionen aus.

Enterobacter können im Darm Krankheiten verursachen. Auch Antibiotika-resistente Bakterienstämme können durchaus Banknoten besiedeln.

Da ist es kein Wunder, dass in allen 15 Umfrageländern das Bargeld noch vor Rolltreppenhandläufen, Tasten von Kreditkartenlesegeräten und Bibliotheksbüchern als unhygienischster Gegenstand überhaupt genannt wurde. Im europäischen Durchschnitt halten 57 Prozent der Befragten Bargeld für besonders schmutzig.

Lieber mit Karte

Wie ein Mastercard-Verantwortlicher zitiert wird, ist es angesichts des festgestellten Abscheus und der ausfindig gemachten Gesundheitsgefahren wenig verwunderlich, "dass die Mehrheit der Europäer lieber per Karte zahlt". Und es lasse sich feststellen, "dass die Mehrheit dies auch als hygienischer bewertet".

Befragt wurden Menschen in Grossbritannien, Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark, Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Schweiz, Österreich, Spanien, Italien, Polen und Russland.