Kuriose Bauvorschriften

Kein Witz: Erste Schweizer Gemeinde will Gartenzwerge verbieten

Das 100-Seelen-Dorf Monbiel hat etwas gegen Gartenzwerge.

Das 100-Seelen-Dorf Monbiel hat etwas gegen Gartenzwerge.

Die pittoreske Walsersiedlung Monbiel bei Klosters soll bald einen Quartierplan mit strikten Bau- und Gestaltungsrichtlinien bekommen. Darin gehören Gartenzwerge, Fahnenstangen und exotische Pflanzenarten der Vergangenheit an.

Das 100-Seelen-Dorf Monbiel ist bei den Touristen für seinen Charme und seine Ursprünglichkeit beliebt. Das soll so erhalten bleiben, findet die Politik. Der Klosterser Gemeindevorstand hat deshalb ein schon seit Jahren hängiges Quartierplanverfahren wiederbelebt. Auf 18 Seiten ist im Detail ausformuliert, wie Monbiel auszusehen hat, mit zum Teil extremen Gestaltungseinschränkungen, wie die Zeitung „Schweiz am Sonntag" schreibt.

Der Dorfbewohner muss sich neben Bauvorschriften an Gestaltungsrichtlinien halten: Im Garten zulässig sind nur «vorhandene einheimische Pflanzenarten». Fahnenstangen, Satellitenschüsseln oder «Fremdkörper» wie Gartenzwerge sind untersagt. Auf die Gemeinde dürfte eine Flut von Einsprachen zukommen. Der Klosterser Gemeindevorstand will gemeinsam mit den Einwohnern einen Weg finden.

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