Kein Rüeblimärt mehr in Aarau?

Findet der Rüeblimärt im kommenden Jahr in einer anderen Stadt statt? Darüber denken offenbar die Organisatoren nach, hat ihnen doch der Aarauer Stadtrat auch für 2010 die Benützung des Kultur- und Kongresshauses (KuK) versagt.

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Impressionen vom Rüeblimärt Aarau 2009
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Impressionen vom Rüeblimärt Aarau 2009
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Impressionen vom Rüeblimärt Aarau 2009
Impressionen vom Rüeblimärt Aarau 2009

Impressionen vom Rüeblimärt Aarau 2009

Aargauer Zeitung

Bei einigen Einwohnerräten, unter anderem bei Hanspeter Hilfiker (FDP), dem Präsidenten des Vereins Aarau Standortmarketing, läuteten deshalb die Alarmglocken. In einer Anfrage erkundigten sich Parlamentarier nach den Gründen für diese Massnahme, die es den Besucherscharen verunmöglicht, sich am Rüeblimärt (jeweils am ersten Mittwoch im November) an einem zentralen Ort zu verpflegen und sich aufzuwärmen.

«Höhere Ansprüchen»

Stadtammann Marcel Guignard bestätigte in seiner Antwort die bisherige Haltung des Stadtrates für die Vermietung des Kultur- und Kongresshauses. Dieses diene ausschliesslich kulturellen oder Firmen-Anlässen sowie Kongressen. Die Behörde dulde an diesem Ort auch weiterhin keine «Rüeblibeiz» oder die Benutzung der Toilettenanlagen durch Rüeblimärt-Passanten. Man habe zwar mit den Organisatoren nach einer Alternative gesucht, sei jedoch nicht fündig geworden. Die Markthalle, im Volksmund als «Villa Durchzug» bekannt und berüchtigt, komme im Spätherbst nicht in Frage. Das Kultur- und Kongresshaus müsse «höheren Ansprüchen» genügen, sagte Guignard und erklärte, dass man hier keine «öffentliche Verpflegung» wünsche. Man wolle aber noch einmal mit den Markt-Initianten zusammensitzen und für das kommende Jahr 2010 «Alternativen prüfen».

Hanspeter Hilfiker bezeichnet im Namen seiner Mitstreiter die Antwort des Stadtrates als «unbefriedigend». Und zwar aus zwei Gründen: Erstens werde mit einer Tagesnutzung der Hauptsäle als Restaurant die Infrastruktur des KuK «kaum stärker beansprucht als etwa am Neujahrsempfang», der offenbar als «Kulturanlass» und nicht als «Beiz» behandelt werde. Zweitens müsse man sich fragen, wofür das Kultur- und Kongresshaus vor bald 15 Jahren aufwändig saniert wurde, «wenn nicht zur Nutzung auch für einen der grössten Anlässe, die unsere Stadt bereichert», sagt Hilfiker. Die «künstliche und nie taugliche Unterscheidung» von Kultur und Kommerz müsse deshalb «endlich fallen.» (hr)

Alles zum Einwohnerrat Aarau lesen Sie am Mittwoch druckfrisch im Regionalteil Aarau der Aargauer Zeitung!

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