Haustiere
Kein Mikro-Chip fürs Büsi: Obligatorium bringt mehr Kosten als Nutzen

Katzen sollen nach Ansicht des Bundesrates nicht einen Mikrochip zur Identifikation tragen müssen. Er lehnt ein Obligatorium ab, weil das Kosten-Nutzen-Verhältnis ungünstig sei. Freiwillig ist die Registrierung von Katzen schon heute möglich.

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Kein Chip-Obligatorium für Katzen (Symbolbild)

Kein Chip-Obligatorium für Katzen (Symbolbild)

Keystone

Der Tessiner SVP-Nationalrat Pierre Rusconi will den Bundesrat dazu auffordern, auch Mikrochip-Obligatorium für Katzen zu prüfen. Hunde müssen seit 2006 mit Chips ausgestattet sein, die ein Tier identifizierbar machen.

Der Bundesrat räumt in seiner am Donnerstag publizierten Stellungnahme ein, dass dank Chip die Halterin oder der Halter einer Katze leichter ausgemacht werden könnte. So liesse sich beispielsweise ausfindig machen, wem eine Katze gehört, die aufgefunden wird.

Grosser Aufwand

Allerdings macht der Bundesrat auch auf den grossen Aufwand für ein solches System aufmerksam: Alle Besitzer müssten registriert sein, und Besitzer- oder Wohnortswechsel müssten gemeldet werden. Wer es möchte, kann zudem laut Bundesrat seine Katze schon heute "chippen" und in der Datenbank der Hunde (ANIS) registrieren lassen.

Rusconi führt weiter das Tollwutrisiko zur Begründung seiner Forderung an. Aus diesem Grund gebe es in anderen Ländern ein Chip-Obligatorium für Katzen. Von Katzen gehe jedoch nur ein geringes Risiko für eine Tollwutepidemie aus, hält der Bundesrat dazu fest. Für sie gebe es deshalb auch kein Impfobligatorium.