Thomas Minder
«Kein Kniefall vor Blocher»

Thomas Minder ist der Vater der Abzocker-Initiative. Ihm sind die Millionen-Saläre der Top-Manager ein Dorn im Auge. Blochers SVP hat er bereits auf seine Seite gezogen. Nur CVP und FDP trötzeln noch. Einigkeit ist keine in Sicht - auch nicht in unserem Studio. Sehen Sie hier, wie die Fetzen flogen.

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Claudia Landolt

Minder gegen Flury Thomas Minder und die SVP spannen zusammen: Die Abzocker-Initiative des Schaffhauser Unternehmers hat dadurch neuen Schwung erhalten. Wie sollen Manager an die Zügel genommen werden? Weshalb sind Abzocker-Saläre «moralisch» verwerflich? Weshalb entmündige Minders Initiative angeblich die Aktionäre? Darüber diskutieren im Duell aktuell auf Tele M1 unter der Leitung von Werner De Schepper der Initiant Thomas Minder und FDP-Nationalrat Kurt Flury.  

Minder gegen Flury Thomas Minder und die SVP spannen zusammen: Die Abzocker-Initiative des Schaffhauser Unternehmers hat dadurch neuen Schwung erhalten. Wie sollen Manager an die Zügel genommen werden? Weshalb sind Abzocker-Saläre «moralisch» verwerflich? Weshalb entmündige Minders Initiative angeblich die Aktionäre? Darüber diskutieren im Duell aktuell auf Tele M1 unter der Leitung von Werner De Schepper der Initiant Thomas Minder und FDP-Nationalrat Kurt Flury.  

Tele M1

So weit, so gut. Im «Duell aktuell»-Studio von Dienstagabend duellieren sich KMU-Vertreter Thomas Minder und Kurt Flury (Anwalt, Nationalrat FDP, Stapi Solothurn). Und es ist keine Spielwiese zweier ausgewiesener Rhetoriker, sondern eine veritable Redeschlacht zweier erbitterter Gegener, deren Positionen unversöhnlich scheinen.

Kurt Flury bekennt in «Duell aktuell» zwar, er verdiene «höchstens viermal so viel wie die tiefste Vollzeitstelle» bei ihm in der Verwaltung. (Zur Erinnerung: Daniel Vasella verdient fast 80omal mehr als die niedrigste Vollzeitstelle bei Novartis). Auch Manager-Saläre fände Flury persönlich «moralisch» verwerflich. Dennoch ist er gegen Minders Initiative.

Warum? Er will «keinen Kniefall vor Blocher» machen. Damit echot er vor allem das Credo der bürgerlichen Parteien. Flury will aber auch - wie die CVP - nicht, dass die Aktionäre die Vergütungssumme des Verwaltungsrates fixieren, und schon gar nicht, dass die Generalversammlung über die Löhne der Geschäftsleitung abstimmen kann. Ausserdem seien die Verwaltungsräte auf drei Jahre zu wählen. Minders Initiative «entmündige den Aktionär», er wolle «einen anderen Weg einschlagen ». Einen Weg wohl, der die - Lieblingswort der Freisinnigen - «unternehmerische Freiheit» nicht abwürgt.

Zu den Minimalforderungen von Minder und der SVP gehören ausserdem die Abschaffung der Depot- und Organstimmrechte, sowie die Beschränkung der Amtsdauer für Verwaltungsräte auf ein Jahr. Nach Abschluss der Sendung war klar: Eine Einigkeit ist je länger desto mehr nicht wahrscheinlich. Das hat die Talksow von Werner de Schepper erneut gezeigt.