Angesichts knapper Umfragewerte wies sie auf Kundgebungen in Koblenz und Frankfurt am Main auf die Gefahr von unsicheren Mehrheiten und die Möglichkeit einer rot-rot-grünen Koalition im Laufe der nächsten Wahlperiode hin.

Deutschland müsse jetzt aus der Krise geführt werden. "Wir brauchen dafür stabile Verhältnisse. Wir können uns keine Experimente erlauben", sagte sie in Anspielung auf einen erfolgreichen Wahlkampf-Slogan der CDU aus der Zeit von Bundeskanzler Adenauer.

In Erinnerung an die Wahl Adenauers zum ersten deutschen Bundeskanzler exakt auf den Tag vor 60 Jahren machte Merkel bei ihrer Reise mit dem "Rheingold Express" an insgesamt sieben Orten Station. Ihre Reise begann am Wohnort Adenauers in Rhöndorf bei Bonn. Weitere Stationen waren Bonn, Koblenz, Frankfurt am Main, Erfurt, Leipzig und Berlin.

Bei ihrer Rede in Leipzig nahm Bundeskanzlerin Angela Merkel zum tödlichen Angriff in der Münchener S-Bahn Stellung. Merkel verurteilte den tödlichen Angriff auf einen 50-jährigen Passagier scharf und rief zu mehr Zivilcourage auf.

Der Angriff sei ein "feiger, durch nichts zu rechtfertigender Anschlag" gewesen, sagte Merkel. Wer Zivilcourage zeige, müsse ermutigt werden, sagte Merkel in Leipzig. Gleichzeitig müssten alle Bürger "aufmerksam und wachsam" sein.

Der Mann, der sich am Samstag schützend vor eine Gruppe Heranwachsender gestellt hatte und dafür von zwei jungen Männern zu Tode geprügelt worden war, habe "Massstäbe für Zivilcourage" gesetzt.