Das Scheitern der Interkantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule (HarmoS) kam nicht überraschend. SVP und CVP, die zusammen 70 der 100 Sitze inne haben, hatten im Vorfeld erklärt, für Nichteintreten zu stimmen.

Das Nichteintreten wurde von der vorberatenden Kommission beantragt, dies weil eine Volksabstimmung nicht zu gewinnen wäre. Umstritten sind die von HarmoS geforderte frühere Einschulung mit dem zweijährigen Kindergarten und die Schaffung von Tagesstrukturen.

Die SP hatte zuvor gewarnt, Schwyz dürfe nicht abseits stehen. Auch die grosse Mehrheit der Lehrerinnen und Lehrer hatten HarmoS unterstützt.

Nach dem Entscheid von Schwyz entwickelt sich die Zentralschweiz immer mehr zur HarmoS-Insel. In Luzern und Nidwalden lehnte das Volk den Konkordatsbeitritt ab. In Obwalden legte die Regierung nach diesen Entscheiden das Geschäft auf Eis.

Gesamtschweizerisch ist das Projekt aber nicht gefährdet, weil die für das Inkrafttreten der Vereinbarung nötige Zahl von zehn Kantonen bereits erreicht ist.

Der Vorstand der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) wird laut einem Sprecher im Mai entscheiden, wann HarmoS in Kraft gesetzt wird. Verbindlich für die ganze Schweiz könnte die Vereinbarung werden, wenn ihr 18 Kantone beigetreten sind.